Rettungswachen-Wochenende und Berufsfeuerwehrtag in Reken
Quelle: DRK-Ortsverein Reken e.V.
Am vergangenen Samstag hat das Jugendrotkreuz (JRK) gemeinsam mit der Jugendfeuerwehr (JF) aus Reken ihren Berufsfeuerwehrtag (BF-Tag) und ihr Rettungswachen-Wochenende (RWWE) durchgeführt.
Dabei waren vom JRK 13 Nachwuchsretter und von der JF rund 17 Kinder 24 Stunden im Einsatz.
Am Morgen ging es damit los, zunächst alle Fahrzeuge zu checken und sich mit dem Material vertraut zu machen. Nach kurzer Zeit kamen schon die ersten Einsätze rein. Bis dahin war aber bereits für viel Spannung gesorgt. Zum Anfang waren nur kleinere Einsätze geplant, da die Kids erst einmal in den Ablauf hineinkommen mussten. Alles war schließlich neu.
Die Feuerwehr rückte zunächst zu einer Ölspur aus, während die Rettungswagen des DRK zu kleineren Einsätzen unterwegs waren. Dabei mussten Patienten versorgt werden, die gestürzt waren, aber auch eine Geburt war im Gange. Somit musste gut überlegt gehandelt werden. Immer mit dabei waren erwachsene Einsatzkräfte, die den Kindern tatkräftig unter die Arme griffen.
Um 10:30 Uhr kam dann auch der erste große Einsatz mit allen Kräften zusammen. Wir mussten zum Frei- und Hallenbad nach Groß Reken. Hier war zunächst die Lage unklar.
Die Feuerwehr stellte fest, dass beim Anmischen von Chlor für das Bad etwas schiefgelaufen war. Das DRK stellte sich auf mehrere Verletzte ein, die durch die Feuerwehr zu einem Übergabeort gebracht wurden. Als die ersten Verletzten eintrafen, wurde nicht lange gezögert und sofort mit der Versorgung begonnen. Die Feuerwehr sicherte alles ab und beseitigte die Gefahrenstelle.
Als kleine Besonderheit besuchte uns das DRK Stadtlohn. Dieses hatte Besuch aus seiner Partnergemeinde in Italien. Die Gäste wollten sich die Arbeit des Jugendrotkreuzes einmal anschauen.
Danach war erst einmal Mittagspause.
Nach der Pause ging es aber direkt weiter. Die Feuerwehr rückte zu einem Brand an einem Campingplatz in Groß Reken aus und sicherte einen umstürzenden Baum in Klein Reken ab.
Das DRK musste zu einer gestürzten Person und zu einem Schlaganfall ausrücken. Aber auch ein Herzinfarkt in Maria Veen hatte sich ereignet.
Als Besonderheit rückte die Feuerwehr zu einem First-Responder-Einsatz aus. In Groß Reken war eine Person leblos aus einem Pool gerettet worden. Die Einsatzkräfte leiteten sofort die Reanimation ein. Kurz darauf traf auch der Rettungsdienst ein.
Daraufhin war ein gutes Zusammenspiel zwischen Feuerwehr und Rettungsdienst gefragt. Die Feuerwehr kümmerte sich um die Wiederbelebung, während das Jugendrotkreuz die Versorgung der Atemwege und die Medikamentengabe übernahm.
Nach 20 Minuten intensiver Herzdruckmassage bekam der Patient wieder einen eigenen Herzrhythmus. Jetzt musste es schnell gehen. Mit vereinten Kräften wurde der Patient in den RTW getragen und ins Krankenhaus gebracht.
Aber von Ruhe war nicht viel zu spüren. In Reken war der Wurm drin. Kurz darauf mussten alle zu einem schweren Verkehrsunfall ausrücken. Ein Bus mit vielen Betroffenen sowie ein Pkw und ein Trecker waren in einen Unfall verwickelt.
Hier kam es besonders auf die Führung an. Es galt, vielen Menschen fast gleichzeitig zu helfen. Dabei kam uns das MANV-Konzept des Kreises Borken zugute.
Aber auch hier war ein perfektes Zusammenspiel zwischen Rettungsdienst und Feuerwehr gefragt. Jeder unterstützte den anderen sehr gut. Die Feuerwehr übernahm die technische Rettung und Betreuung der Betroffenen. Das JRK kümmerte sich mit Unterstützung der Feuerwehr um die Versorgung der Verletzten.
Nach diesem Einsatz war aber erst einmal Pause und es ging zum Abendessen.
Nach dem Abendessen fuhren alle wieder zu kleineren Einsätzen, jeweils für sich. Es musste zu Iglo zu einer ausgelösten Brandmeldeanlage gefahren werden. Am Gymnasium in Maria Veen war eine Person verletzt und in Klein Reken hatte eine verletzte Person Kreislaufprobleme.
Danach gab es nochmals eine kleine Pause.
Denn um 21:30 Uhr mussten wieder alle raus. Gemeldet war „Feuer groß“. Hier waren einige Personen leichtsinnig und hatten ein Tiny House angezündet und sich dabei verletzt.
Die Feuerwehr übernahm die Brandbekämpfung und der Rettungsdienst die Versorgung der fünf Verletzten.
Danach war Nachtruhe.
Aber diese hielt nicht lange an. Um 6 Uhr mussten alle wieder raus. Es ging nach Bahnhof Reken zu einer Meldung über verdächtigen Rauch.
Dabei musste die Feuerwehr aus einer verrauchten Halle im Industriegebiet verletzte Personen retten und dem DRK übergeben. Diese hatten zu viel Rauch eingeatmet und mussten entsprechend versorgt werden.
Auch dieser Einsatz lief reibungslos ab.
Als alle wieder an der Feuerwehr Reken angekommen waren, war auch Feierabend angesagt.
Nun wurde noch gemeinsam gefrühstückt und aufgeräumt.
Wir bedanken uns bei allen, die geholfen haben – egal, wie viel und womit. Unser Dank gilt auch allen Sponsoren, die uns finanziell unterstützt haben, sowie den Eltern, die uns ihre Einsatzorte zur Verfügung gestellt haben.