02.06.2026

Spannungskrimi bis zum letzten Wurf: Lukas Bruns -TSG Reken- holt auch den Westfalenmeistertitel im Block Sprint/Sprung in Paderborn am 31.05.2026

Quelle: TSG Reken

Paderborn / Reken – Was für ein sportliches Drama mit einem perfekten Ende für Lukas Bruns: Nur zwei Wochen nach seinem Erfolg im Neunkampf hat sich das Leichtathletik-Talent auch die Westfalenkrone im Mehrkampf Block Sprint/Sprung der Altersklasse M14 gesichert. In einem hochspannenden Zwölfkampf der besten Athleten der Region fiel die Entscheidung – wie schon in der Vorwoche – erst mit der allerletzten Disziplin über die enorme Konstanz des neuen Meisters.

Der Wettkampftag entwickelte sich von Beginn an zu einem packenden Kopf-an-Kopf-Rennen. Gleich in der ersten Disziplin, dem 80-Meter-Hürdensprint, setzte Bruns ein dickes Ausrufezeichen: In 12,69 Sekunden sprintete er zu einer neuen persönlichen Bestzeit (PB). Doch die Konkurrenz schlief nicht. Auch seine Mitstreiter, darunter sein Dauerranke aus der Vorwoche, Michel Bottin aus Soest, überzeugten mit Bestleistungen und machten von Anfang an Druck auf den vorderen Rängen.

Im anschließenden Hochsprung meisterte Bruns starke 1,55 Meter. Dies bedeutete Rang zwei in dieser Disziplin und auch Platz zwei in der Gesamtwertung – mit einem hauchdünnen Rückstand von nur vier Punkten auf den Führenden Michel Bottin. Die Aufholjagd ging über die 100-Meter-Strecke weiter: Mit einer weiteren persönlichen Bestzeit von 12,86 Sekunden verkürzte Bruns den Abstand zur Spitze um weitere zwei Zähler.

Beim Weitsprung wendete sich das Blatt schließlich zum ersten Mal. Mit einem starken Satz auf 5,28 Meter katapultierte sich Bruns an die Spitze des Tableaus und übernahm die Führung mit neun Punkten Vorsprung vor dem Lokalmatador Gustaf Fiege vom LC Paderborn.

Vor der fünften und letzten Disziplin, dem Speerwurf, war die Ausgangslage an Dramatik kaum zu überbieten. Da der drittplatzierte Bottin (23 Punkte Rückstand) als exzellenter Speerwerfer bekannt war, lautete die taktische Marschroute für Bruns: Maximal drei Meter durfte er hinter Bottin zurückbleiben, um den Titel zu retten. Doch Bruns verteidigte den Vorsprung nicht nur, er baute ihn sensationell aus. Mit einer überragenden neuen persönlichen Bestweite von 39,88 Metern gewann er den Speerwurf knapp vor Bottin.

Am Ende triumphierte Lukas Bruns mit einem Vorsprung von 27 Punkten und feierte dank seiner beeindruckenden Nervenstärke und Konstanz den verdienten Westfalenmeistertitel.

Geschwister-Erfolg komplett: Mia Bruns überzeugt mit Bestweite im Speerwurf

Bereits am Tag vor dem Triumph von Lukas Bruns stand seine Schwester Mia Bruns im Fokus des Geschehens. In der Altersklasse W12 trat sie im teilnehmerstarken Mehrkampf an und sicherte sich in einem großen Starterfeld von insgesamt 32 Athletinnen einen beachtlichen Platz im Mittelfeld. Am Ende des Wettkampftages standen für sie 1961 Punkte und Rang 15 zu Buche.

Dabei bewies das junge Talent zwischenzeitlich echtes Spitzenplatz-Potenzial. Nach starken Leistungen in den ersten Disziplinen kämpfte sich Mia Bruns im Gesamtklassement bis auf den hervorragenden 8 Platz nach vorne. Beim anschließenden Weitsprung und dem 75-Meter-Sprint lief es für sie jedoch nicht optimal, sodass sie auf diesen Strecken etwas an Boden verlor und nicht ganz an ihre normale Topform anknüpfen konnte.

Ein absolutes Highlight sparte sich Mia Bruns jedoch für den Speerwurf auf. In dieser Disziplin zeigte sie der versammelten Konkurrenz eindrucksvoll ihr technisches Können: Mit einer neuen persönlichen Bestweite von 24,18 Metern deklassierte sie das restliche Feld und sicherte sich den viel umjubelten Disziplinsieg. Dank dieser mentalen Stärke und dem Einzelsieg im Speerwurf rundete sie das erfolgreiche Wochenende für die sportbegeisterte Familie Bruns perfekt ab.