16.09.2024

Jugendrotkreuz übernimmt das Zepter vom DRK Reken

Quelle: DRK-Ortsverein Reken e.V.

Am Wochenende hat das Jugendrotkreuz (JRK) gemeinsam mit der Jugendfeuerwehr (JF) Reken das Zepter der Großen übernommen – auf dem Rettungswachen-Wochenende (RWWE) oder Berufsfeuerwehrtag (BF-Tag), wie es bei der Feuerwehr heißt. Die Jugendlichen haben 24 Stunden lang Einsätze wie die Großen abgearbeitet.

In simulierten Einsätzen, die auch im realen Leben vorkommen könnten, haben die Jugendlichen gezeigt, was sie gelernt haben und draufhaben.

Die gesamte Veranstaltung wird alle zwei Jahre mit dem Jugendrotkreuz und der Jugendfeuerwehr Reken organisiert. Um 8 Uhr morgens ging es für alle los. Zuerst mussten die Fahrzeuge gecheckt und der Schlafplatz eingerichtet werden. Danach hieß es, auf den ersten Einsatz zu warten. Die Spannung bei den Jugendlichen stieg mit jeder Minute, bis um 9:30 Uhr der erste Gong durch die Feuerwehr in Klein Reken ertönte. Sofort wurden alle Fahrzeuge besetzt und zum Melchenberg in Groß Reken beim RWW und dem Aussichtsturm gefahren. Gemeldet war, dass mehrere Fallschirmspringer verunglückt seien. Mit Hilfe der Jugendfeuerwehr wurden die Verletzten gesucht und gefunden. Eine Herausforderung war es, drei Verletzte aus einem Waldstück zu retten. Diese mussten erst medizinisch versorgt und stabilisiert werden. Ein Verletzter hing auch noch im Baum und musste durch die Feuerwehr gerettet werden. Mit vielen Helfern wurden die Verletzten dann aus dem Wald getragen.

Beim Übungsende konnten die Jugendlichen sich das Wasserwerk der RWW anschauen und Fragen stellen. Ein Dank geht auch an das RWW, das allen Helfern ein Mittagessen spendiert hat.

Danach mussten zunächst die Verletzten ins Krankenhaus gebracht und die Rettungswagen (RTW) wieder saubergemacht werden.

Es gab jedoch keine lange Pause. Nun ging es für die fünf Rettungswagen und den Notarzt zu vielen kleinen Einsätzen, die über ganz Reken verteilt waren. Ein Wanderer musste mit Hilfe der Feuerwehr vom Wanderweg gerettet werden. In einem anderen Einsatz war jemand gestürzt und hatte sich den Arm gebrochen. Aber auch ein Herzinfarkt musste vom Notarzt behandelt werden. Nachdem die JF und das JRK viele kleine Einsätze abgearbeitet hatten, wurde an der Feuerwehr in Klein Reken der Grill angeschmissen. Das hatten sich alle redlich verdient.

Die Ruhe war jedoch nicht von Dauer. Um 19 Uhr ging der nächste Gong zu einem Verkehrsunfall mit mehreren Verletzten. Hier waren zwei Autos und ein LKW beteiligt. Der Notarzt war als Erster vor Ort und sichtete die Patienten, um der Feuerwehr zu sagen, wer zuerst gerettet werden musste. Daraufhin befreite die Feuerwehr mit schwerem Gerät die Verletzten aus den Fahrzeugen, die anschließend vom Rettungsdienst versorgt wurden. Dabei gab es auch eine schwerverletzte Person. Parallel unterstützte ein Team die Feuerwehr bei einem Brand in Velen. Am Abend wurden nochmals viele kleine Einsätze abgearbeitet. Als die letzten Rettungswagen um 24 Uhr an der Feuerwehr eintrafen, fielen alle Retter sichtlich müde ins Bett.

Am nächsten Morgen um sieben Uhr ertönte der Gong zum letzten und finalen Einsatz. Es wurde ein Scheunenbrand in Groß Reken gemeldet. Auch hier gab es wieder mehrere Verletzte. Die Retter stellten sich mit Sack und Pack in einem Bereitstellungsraum bereit, während die Jugendfeuerwehr die Verletzten mit Atemschutz aus dem brennenden Gebäude rettete. Dazu wurde eine ganze Scheune mit Nebelmaschinen eingenebelt. Hier gab es das besondere Erlebnis, dass die Jugendfeuerwehr die Jugendrotkreuzler auf dem Hubsteiger mit nach oben fuhr. So konnten alle die Einsatzstelle von oben sehen. Als auch hier das Einsatzende erreicht war, wurde dies nochmals ausführlich nachbesprochen. Anschließend ging es zum Frühstück und Aufräumen.

Alle sind sich sicher, dass dies nicht das letzte Mal gewesen ist. Eine Fortsetzung in zwei Jahren wird folgen.

Ein großer Dank geht an alle, die uns unterstützt haben. Finanziell unterstützt wurde das Rettungswachen-Wochenende vom JRK Landesverband aus Münster durch die Glückspirale. Wir möchten uns auch beim DRK Stadtlohn, dem DRK Heek und dem DRK Kreisverband Borken bedanken, die uns mit Material und Helfern tatkräftig unterstützt haben.

Wenn auch du mitmachen oder mehr Informationen erhalten möchtest, schau doch mal unterwww.drk-reken.de vorbei.