Rekener Rudelsinger sind gut bei Stimme

Rudelsingen ist so etwas wie Karaoke für viele gleichzeitig. Für Menschen also, die sehr gerne singen, sich aber nicht trauen, wie beim klassischen Karaoke allein vor Publikum auf der Bühne zu stehen. Davon scheint es in Reken eine ganze Menge zu geben. Zumindest die gut 300, die am Freitagabend vor dem vierten Advent zum ersten vorweihnachtlichen Rudelsingen ins RekenForum gekommen sind. Zumeist Frauen, deutlich weniger Männer, meist mittleren Alters, gut gelaunt und voller Vorfreude auf die Premiere in ihrer Gemeinde. Quer durch alle Generationen sind sie fest entschlossen, in den verschiedensten Stimmlagen laut mitschmettern, ganz egal ob 20 oder 80 Jahre alt.

300 stimmgewaltige Rudelsängerinnen und -sänger sind beim ersten vorweihnachtlichen Singen im RekenForum dabei.

Als die beiden Protagonisten Hannes Weyland an der Gitarre und der Pianist Philip Ritter das erste Lied anstimmen und den Text per Beamer für alle lesbar auf eine große Leinwand projizieren, ist gleich richtig Stimmung in der gut gefüllten Hütte. „Über den Wolken, muß die Freiheit wohl grenzenlos sein“ - mit dem Klassiker von Reinhard Mey geht es von null auf hundert los. Nach diesem fliegenden Start sieht man viele fröhliche Gesichter in lockerer Atmosphäre.

Hannes Weyland (l.) und Philip Ritter (r.) bringen ihr Publikum problemlos über zwei Stunden auf Touren.

Die Rudelsänger schunkeln, wippen im Takt, haken sich unter, tanzen und pfeifen darauf, dass sie möglicherweise überhaupt nicht gut singen können. Was bei dieser Party zum Glück völlig egal ist. Evergreens, Gassenhauer, Hits, Schlager, Rock, Pop und viele weihnachtliche Songs werden zwei Stunden lang mit Inbrunst und Hingabe zum Besten gegeben. Nach dem allenthalben großen Erfolg des unaufhaltsam um sich greifenden Rudelsingens mit monatlich bis zu 10.000 Sängern in über 100 Städten und Gemeinden des Landes ist das Rudelsingen ganz offensichtlich auch in Reken angekommen! (hh)