Fünf »Weiße Riesen« leuchten in Reken

„BahnLandLust“, das erfolgreich durchgeführte Gemeinschaftsprojekt von Coesfeld, Reken und Dorsten zur Erhaltung und Aufwertung der Bahnlinie zwischen den drei Kommunen, ist um eine weitere Attraktion reicher. Vier je zwei Meter hohe Sandsteine zierten bis dato die RB 45-Strecke auf dem Gebiet der Mühlengemeinde. Am Posten 20 neben dem Klein Reken Haltepunkt, am Posten 21 in der Strote, in Maria Veen und am Bahnhof in Reken Bahnhof leuchten die von Mitarbeitern des Bauhofes der Gemeinde installierten und mit einem BahnLandLust-Logo verzierten „Weißen Riesen“ bereits seit längerem.

Am Klein Rekener Südtunnel enthüllen Erika Reichert vom Kulturverein, Bürgermeister Manuel Deitert, der Dorstener Bürgermeister Tobias Stockhoff, Lorenz Dik von der Euregio und Georg Tenger von der Biologischen Station Dorsten-Lembeck (v.l.n.r.) den fünften ihn Reken entlang der Bahnlinie aufgestellten Sandsteinblock.

In Anwesenheit von einigen Gästen, Vertreter*innen des veranstaltenden Kulturvereins Reken und der Initiatorin Erika Reichert wurde der fünfte historische Block am zweiten Juli-Mittwoch jetzt neben den Gleisen am Klein Rekener Südtunnel zwischen Lembeck und Reken eingeweiht. Nach einem musikalischen Auftakt durch den Dorstener Liedermacher Rainer Migenda sowie durch den Violinisten David Crowe von der Neuen Philharmonie Westfalen begrüßte der Kulturvereins-Vorsitzende Ralf-Dieter Grün die Anwesenden, bevor Bürgermeister Manuel Deitert ganz besonders auf den Standort hinwies: „Wir befinden uns hier genau zwischen den Kommunen Reken und Lembeck, die in vielfältiger Weise freundschaftlich miteinander verknüpft sind und jetzt einen weiteren Berührungspunkt bekommen.“

Der Dorstener Singer-Songwriter Rainer Migenda (r.) und der Violinist David Crowe (l.) von der Neuen Philharmonie Westfalen unterhalten die Gäste der Einweihungszeremonie mit dem Hohe Mark-Lied.

Der Dorstener Bürgermeister Tobias Stockhoff konnte sich den Ausführungen seines Rekener Kollegen nur anschließen und betonte: „Bei diesem Sandsteinblock handelt es sich ganz sicher nicht um einen Grenzstein, sondern um einen Begegnungsstein zwischen den nicht nur durch die Bahnlinie verbundenen Gemeinden Reken und Lembeck.“ Erika Reichert verdeutlichte zum Ausklang der Zeremonie die Bedeutung des Sandsteins für die Region: „Die in den Hügelgruppen Hohe Mark, Baumberge, Borkenberge, Haard und Beckumer Berge zu findenden Kolosse sind 80 Millionen Jahre alt, erzählen also die Geschichte der Heimat. Daran sollen die in unserer Gemeinde entlang der Bahnlinie aufgestellten Sandsteinobjekte anschaulich erinnern!“ (hh)