Großer Beifall für Zirkuskinder

Als Akrobat in die Zirkuswelt eintauchen, im Scheinwerferlicht in der Manege stehen und den Beifall der Zuschauer genießen – diesen Traum haben wohl viele schon einmal geträumt. Für 198 Kinder der Ellering Schule und der Brückenschule sowie für die kommenden Schulneulinge aus dem Hülstener DRK-Kindergarten Rappelkiste und der Maria Veener St. Marien-Kita ist diese Phantasie zur Wirklichkeit geworden. „Mit Unterstützung der Fördervereine, dank einer großzügigen 1.000-Euro-Spende der Reken-Stiftung und mit Hilfe von Sponsorengeldern der Sparkasse Westmünsterland und der Volksbank Hohe Mark sind wir in der Lage, in Maria Veen nach 2014 und 2018 jetzt bereits zum dritten Mal ein integratives Zirkusprojekt durchzuführen. Dieses Mal mit dem Zirkus Toussini aus Wedel im südlichen Schleswig-Holstein“, berichtet Nicol Henning vom Kollegium der Ellering Schule bei der ersten von insgesamt drei Vorstellungen am letzten Freitag in April und verweist auf weitere Aktionen wie Turnfeste und gemeinsame Karnevals- und Nikolausfeiern.

Akrobatik in der Manege: 198 Kinder mit und ohne Behinderung machen beim Zirkusprojekt der Ellering Schule, der Brückenschule, der St. Marien-Kita und der DRK-Kita Rappelkiste mit.


Bevor sich die Kids vor Eltern, Geschwistern und Verwandten in der wie eine Manege hergerichteten und geschmückten Turnhalle der Brückenschule präsentieren können, werden die eifrigen Mädchen und Jungen durch die Zirkusdirektorin Andrea Heller und deren Mitarbeiter Jan Willimsky, Martin Drohnsfield und Dirk Dehrmann im Laufe der vorhergehenden Woche zu kleinen Artisten ausgebildet. In den Klassenräumen steht nebenher auch noch die Bearbeitung verschiedener Zirkusthemen auf dem Programm, und es wird allerorten fleißig gebastelt. Ganz klar: durch die Gemeinsamkeit und auch durch die Unterstützung von Müttern, Vätern, Lehrerinnen und Erzieherinnen bei den Vorbereitungen und bei den Auftritten entsteht eine imaginäre Brücke zwischen den beteiligten Schulen und den Kindergärten. Die soziale Kompetenz nimmt zu, vorhandene Barrieren zwischen behinderten und nicht behinderten Kindern werden spielerisch eingerissen.

Natürlich dürfen auch die Clowns nicht fehlen, die alle Zuschauerinnen und Zuschauer zum Lachen bringen.


Verständlich also, dass die bunt kostümierten Knirpse bei den Veranstaltungen fröhlich in die vollen Ränge winken, tanzend durch die Arena hüpfen und sichtlich aufgeregt ihre Runden drehen. Artistik am Boden und n der Luft ist zu bewundern. Clowns bringen die vielen Besucherinnen und Besucher zum Lachen, und schließlich werden die Kinder vom mitgerissenen Publikum auch noch für gekonnte Jonglagen, für Zaubereinlagen, jede Menge Akrobatik und schwungvolle Tänze durch viel Beifall belohnt. „Das werden die Kinder bestimmt nie vergessen, es war ganz super, eine tolle Aktion der Schulen und Kindergärten“, sagt ein begeistertes Elternpaar beim Verlassen der Turnhalle. Chapeau für Klein und Groß kann man also nur sagen und darauf hoffen, dass es in vier Jahren in Maria Veen wieder „Manege frei“ heißen wird. (hh)

„Ihr wart großartig!“ Zirkusdirektorin Andrea Heller (Mitte oben) bedankt sich bei den Kindern, die allesamt mit ganz viel Spass und Einsatz bei der Sache waren.