Erika Niggemann stellt im VerBiZ aus

Im Seitentrakt des Vereins- und Bildungszentrums, dessen Seminar- und Schulungsräume seit mehreren Jahren in erster Linie vom Rekener Bildungszentrum, der Feuerwehr, vom Ehrenamtsbüro BuVO und durch das Repair Café, aber auch von Vereinen und Institutionen für Sitzungen und Tagungen genutzt werden, hat die Farbmühle mittlerweile ihre elfte Ausstellung arrangiert. Eröffnet worden ist jetzt eine bis ins kommende Frühjahr zu sehende umfangreiche Präsentation von Erika Niggemann, selbst seit sieben Jahren Mitglied der 2009 gegründeten Künstlervereinigung.

Erika Niggemann präsentiert die Collage „Der Rabe“, wie die meisten ihrer Exponate in der so genannten Mixed Media-Technik entstanden. Bis ins kommende Frühjahr hinein sind 19 Werke der Farbmüllerin im Seitentrakt des Vereins- und Bildungszentrums zu sehen.

Die in Gelsenkirchen geborene, später auch in Köln und in den Niederlanden wohnhafte und seit 2003 künstlerisch tätige gelernte Modistin und Hutmacherin zeigt 19 Bilder in unterschiedlichen Formaten, hauptsächlich in Mixed Media-Technik auf Acrylbasis hergestellt und mit unterschiedlichen Materialien collagenähnlich kombiniert. „Nach mehreren VHS-Kursen und privaten Weiterbildungen, bei denen ich übrigens Ulrike Benson und Veronika Wenker kennenlernte und so zur Farbmüllerin wurde, habe ich zunächst mit Acrylfarben auf Leinwand gemalt. Das fand ich nach einiger Zeit zu langweilig, so daß ich begann, zum Beispiel Leder, Textilien, Ton und Zeitungsauschnitte in meine Bilder zu integrieren. Durch diese Technik kann ich einfach viel kreativer arbeiten“, erläutert die 67-jährige Heidenerin.

Genau in den Herbst mit seinen leuchtenden Farben passt das Bild „Blätterwald“.

Ein passendes Exemplar für das von Niggemann bevorzugte Mixed Media-Genre ist das Bild Der Rabe“, farblich in grauen und blassblauen Tönen mit Pastellkreide, Tusche, Stiften und Pigmenten auf unterschiedlich großem, dann zusammengefügtem Büttenpapier gestaltet. Der in der Mitte platzierte Rabe wurde neben zwei schwarzen Streifen zunächst gedruckt, dann ausgeschnitten und auf einen in Hintergrund ersichtlichen Zeitungsausschnitt geklebt. Zum ersten Mal ausgestellt hat die Künstlerin 2008 beim Heidener Kunstrundgang, später dann unter anderem in der Volksbank Heide, im RekenForum, in der Bücherei St. Heinrich, der St.-Silvester-Kirche in Erle und in der Schlossklinik Pröbsting. (hh)