Skulpturengruppe »Hülstener Dorfschule« ist komplettiert

„Ich war schon vor ziemlich genau einem Jahr beim Aufbau des ersten Teils der Skulpturengruppe mit dem Rektor und der Schülerin Lotti begeistert und bleibe nach der jetzt erfolgten Komplettierung durch eine Schulbank und einen darauf sitzenden Schüler dabei: eine solches Bonzekunstwerk hat das Münsterland noch nicht gesehen.“ Das sagt Bürgermeister Manuel Deitert im strömenden Regen am Dienstag vor Pfingsten nach der endgültigen Fertigstellung des Arrangements „Hülstener Dorfschule“, und er bedankt sich nachdrücklich für die tolle Arbeit des anwesenden Künstlers und Bildhauers Bernd Streiter aus Mödlich an der Elbe, einem kleinen Ort in der Nähe der Rekener Partnerstadt Lenzen, sowie des ebenfalls angereisten Gießers Klaus Cenkier aus dem brandenburgischen Örtchen Ziesar.

Zur Komplettierung des Bronzekunstwerks „Hülstener Dorfschule“ montieren Gießer Klaus Cenkier, Künstler Bernd Streiter und der Bauhof-Mitarbeiter Johannes Haltermann (v.l.n.r.) eine Schulbank mit einem darauf sitzenden Schüler.

Das Aufstellen von Teil 1 des Kunstwerks vor dem Hülstener Vereinsheim und damit direkt vor dem Standort der 1968 geschlossenen Zwergenschule sollte ebenso wie die endgültige Montage der historischen Szene eigentlich im Rahmen einer großen Zeremonie während des Hülstener Schützenfestes über die Bühne gehen. Coronabedingt wurde vor zwölf Monaten nichts daraus, und auch die Komplettierung jetzt ein Jahr später konnte nur in kleinem Kreis realisiert werden. Für die Gemeinde waren neben dem Bürgermeister noch der Bauamtsleiter Josef Wenning und der zu den Ideengebern gehörende frühere 1. Beigeordnete Gottfried Uphoff dabei, für den Heimatverein dessen Ehrenvorsitzender Bernd Hensel und Hermann-Josef Benning als Präsident des örtlichen Schützenvereins. (hh)

Ein sichtlich begeisterter Bürgermeister Manuel Deitert hat auf der Schulbank neben dem einem Schüler der früheren Hülstener Zwergenschule Platz genommen.


Stimmen zur Skulpturengruppe „Hülstener Dorfschule“

Bürgermeister Manuel Deitert: „Das Kunstwerk von Bernd Streiter und Gießer Klaus Cenkier ist einfach wahnsinnig gut geworden. Ich habe es schon vor einem Jahr nach dem Aufbau des ersten Teils gesagt und bleibe auch nach der Komplettierung des Werks dabei - so eine Bronzegruppe wie hier in Hülsten gibt es im ganzen Münsterland nicht noch einmal. Ich bin begeistert. Von der Qualität, vom Witz und auch von der detailreichen Arbeit her ist das nicht nur gutes Handwerk, sondern große Kunst. Wir sind stolz auf das Werk, und ich bin sicher, dass das Motiv in Zukunft in jedem Rekener Prospekt zu sehen sein wird. Hülsten verfügt jetzt über einen weiteren tollen Anziehungspunkt und eine echte Sehenswürdigkeit, die sicher der Start für viele schöne Radtouren und Wanderungen sein wird. Eine würdige Einweihungsfeier holen wir nach der Überwindung der Corona-Pandemie auf jeden Fall nach, das kann ich hier und heute fest versprechen!

Künstler Bernd Streiter: „Vielen Dank für das Vertrauen der Gemeinde Reken und auch für eine Zusammenarbeit, die ich mit einer Kommune bisher so noch nicht erlebt habe. Ganz ehrlich, ich bin begeistert von Reken und seinen Bürgerinnen und Bürgern, die mich immer toll empfangen und in jeder Beziehung unterstützt haben. Mein Dank gilt zudem auch Josef Sondermann vom Heimatarchiv, aus dessen Buch über die Hülstener Schule ich viele Anregungen für die optische Gestaltung der Skulptur gewinnen konnte. Begeistert bin ich auch darüber, dass mir die witzigen Realisierungen der verschmitzten Figuren so gut gelungen sind. Die ‚Hülstener Dorfschule‘ ist das größte Bronze-Projekt, das ich in Kooperation mit meinem Gießener Klaus Cenkier je durchgeführt habe.“

Schützenvereins-Vorsitzender Hermann-Josef Benning: „Hülsten ist froh und stolz, jetzt endlich kulturell - was die Denkmalsseite angeht - auf einem Niveau mit den anderen Rekener Ortsteilen zu stehen. Was mich so richtig freut ist das Einladende der Bronzegruppe und die Aufforderung an alle Besucherinnen und Besucher, sich mit den Figuren und der ganzen Schulszene zu beschäftigen und über die pfiffigen Darstellungen zu lachen. Im Augenblick ist die Szenerie aus der ehemaligen Hülstener Dorfschule genau das Gegenteil zum Corona-Distanzunterricht und damit aktueller denn je!“

Bernd Hensel vom Rekener Heimatverein: „Das Hülstener Bronzekunstwerk mit seiner humorigen Umsetzung des Alltags der früheren Zwergenschule, an dessen Ideengebung und Planung unser Heimatverein nicht unwesentlich beteiligt war, ist äußerst gut gelungen. Dem Künstler Streiter und dem Gießer Cenkier kann man zu ihrer Arbeit und zur Schaffung einer unvergleichlichen Skulpturenruppe nur gratulieren. Ich finde alle Figuren einfach genial, insbesondere die Darstellung des früheren Lehrers Josef Groning, der übrigens nicht nur Rektor an der Hülstener Dorfschule war. Er war außerdem Vorsitzender, Schriftführer und Jugendtrainer des Sport- und Fußballvereins, den er auch in schwierigen Zeiten immer am Leben erhielt. Er hat sehr viel ehrenamtlich gewirkt und unter anderem auch das Bundesverdienstkreuz für sein vorbildliches Engagement bekommen.“

Bernd Hensel vom Heimatverein, Bürgermeister Deitert, Gottfried Uphoff, Künstler Bernd Streiter und der Hermann-Josef Benning vom Hülstener Schützenverein (v.l.n.r.) betrachten die vor dem Hülstener Vereinsheim platzierte Skulpturengruppe.