Maibaum an der Mühle aufgestellt

Mitglieder des Heimatvereins haben auf dem Möll‘nberg  an der Turmwindmühle in Groß Reken den Maibaum aufgestellt. Der gesellige Teil dieser Veranstaltung - das traditionelle Maisingen - musste wegen der Corona-Krise schon zum zweiten Mal in Folge ausfallen. Auch die Maiwanderung mit Maifest konnte in diesem Jahr nicht stattfinden. Angesichts der sinkenden Inzidenzwerte zeigt sich der Vorsitzende Carsten Hösl aber zuversichtlich, dass der Heimatverein im Laufe der zweiten Jahreshälfte vorsichtig zur Normalität zurückkehren könnte.

Technische Unterstützung bekamen die Heimatfreunde beim Maibaum-Aufstellen von der Rekener Feuerwehr, die ihr Teleskopmastfahrzeug mit Korb einsetzte. So konnten die fünf Schilder für die Ortsteile Groß Reken, Klein Reken, Maria Veen, Hülsten und Bahnhof Reken sowie das sechste mit dem Mühlen-Emblem bequem an den Maibaum gehängt werden. An der Spitze schwebt der grüne Kranz, an dem die bunten Bänder im Wind flattern.

Neben der Alten Kirche zählt die „Olle Mölle“ zu den Wahrzeichen Rekens.

Die zwischen 1775 und 1800 errichtete Mühle dient schon seit 1972 als Museum. Im Laufe von bald fünfzig Jahren hat sich der Mühlenberg mit Museschoppe, Backhus, Immenschur (Bienenhaus) zu einem bäuerlichen Freilichtmuseum entwickelt. Das Team um den Mühlenbeauftragten Georg Holthausen hat das Museumsgelände nach der Winterpause im Frühjahr wieder auf Vordermann gebracht. Der Heimatverein hofft, die Mühle an Sonntagnachmittagen schrittweise wieder für das Publikum öffnen zu können. Den ehrenamtlichen Mühlendienst versehen seit jeher Mitglieder des Heimatvereins. (pi/hh)

Die Heimatfreunde Christa Holthausen, Raimund Wolter und Vorsitzender Carsten Hösl (v.l.n.r.)) hängen die Schilder an den Maibaum auf dem Mühlenberg. Anton Niewerth (Mitte l.) und Louis Brüggemann (Mitte r.) von der Jugendfeuerwehr der Gemeinde Reken unterstützen sie.