15.08.2019

Zwei Jahre VITAL.NRW

Vor zwei Jahren hat Lea Hildebrandt als Regionalmanagerin ihre Arbeit bei der Region Hohe Mark - Leben im Naturpark e.V. aufgenommen, um die Fördergelder des Förderprogramms VITAL.NRW in die Region zu bringen. In dieser Zeit konnte einiges in den sechs Kommunen (Dorsten, Dülmen, Haltern am See, Raesfeld, Reken und Olfen) der kreisübergreifenden Förderkulisse bewegt werden: 18 Projekte wurden durch die Lokale Aktionsgruppe (LAG) der Region Hohe Mark beschlossen, 12 dieser Projekte sind bereits durch die Bezirksregierung Münster bewilligt und wurden umgesetzt bzw. befinden sich in der Umsetzung. Insgesamt sind damit bisher knapp 1 Million Euro in die Region geflossen. Die Projekte, die mit diesem Geld gefördert werden, sind inhaltlich sehr unterschiedlich und haben dennoch dasselbe Ziel: den ländlichen Raum stärken und voranbringen.

Mit einem Betrag von 21.000 Euro beteiligte sich Vital.NRW an der Anschaffung von zehn E-Bikes und einer zweisitzigen, behindertengerechten E-Rikscha, vor anderthalb Jahren erworben durch die Gemeinde Reken. Ein weiteres E-Rollfiets mit zwei Sitzen wurde ebenfalls über das Förderprogramm vom Benediktushof Maria Veen gekauft. Auf unserem Foto aus dem November 2017 präsentieren der Benediktushof-Mitarbeiter Bernd Harborg, die Bewohnerin Bianca Hülk, der Benediktushof-Geschäftsführer Thomas Spaan, Lea Hildebrandt von Vital.NRW, Bürgermeister Manuel Deitert und der 1. Beigeordnete Gottfried Uphoff einige der E-Bikes.

Die Freigabe und Herrichtung der Straßentrasse durch den ehemaligen Truppenübungsplatz Geisheide für Wanderer und Radfahrer ist zur Zeit Gegenstand eines Förderantrags der gemeinsam mit der Stadt Haltern am See vorbereitet werde.
Im Kreis Coesfeld wurde auf beeindruckende Art und Weise das Engagement der Bürger vor Ort sichtbar: In Merfeld (Dülmen) und Vinnum (Olfen) gründeten sich aus der Bürgerschaft sogenannte Unternehmergesellschaften, die zum Ziel hatten, in ihren Orten einen Dorfladen mit den Artikeln des täglichen Bedarfs zu eröffnen. Mit Erfolg! Im September 2018 konnten beide Dorfläden feierlich und mit vielen Emotionen eröffnet werde. Über VITAL.NRW wurde die Ausstattung der Läden gefördert.
In Raesfeld im Kreis Borken dreht sich in zwei VITAL.NRW-Projekten alles um das barrierefreie Erleben des Kulturdenkmals Schloss Raesfeld und sein Umfeld

Der 1. Beigeordnete Gottfried Uphoff (l.) vertritt Rekener Interessen in der Lokalen Aktionsgruppe (LAG) der Region Hohe Mark.

Die Landwirte aus Rhade und Lembeck (Dorsten) im Kreis Recklinghausen haben es sich im Projekt „Tour de Buur“ zur Aufgabe gemacht, die Konsumenten auf geführten Fahrradtouren über ihre Arbeit zu informieren und sie für die aktuellen Themen der Landwirtschaft zu sensibilisieren.
Ein wichtiger Bestandteil von VITAL.NRW ist, neben dem Engagement der Bürgerschaft, der interkommunale Gedanke. Dieser konnte beispielsweise in den kreisübergreifenden Projekten „Erhalt heimischer Streuobstwiesen“ (Träger: Biologische Station Kreis Recklinghausen) und „Barrierefreie E-Mobilität“ (Träger: LAG Region Hohe Mark) gezeigt werden.

Neben dem Förderprogramm VITAL.NRW betreut die Region Hohe Mark seit diesem Sommer den neuen Fördertopf „Regionalbudget“. Mit diesem stehen in den sechs Kommunen der Region Hohe Mark jetzt jährlich bis zu 200.000 € zusätzliche Fördermittel zur Verfügung. Mit dem Geld können unter dem Schirm des Regionalbudgets Kleinprojekte mit einem Gesamtvolumen von max. 20.000 € und eine Förderquote von voraussichtlich max. 80% gefördert werden.

Für Reken wurden bereits Mittel für die Errichtung eines neuen Soccerfeldes am Sport- und Freizeitpark bewilligt. Aus dem Fördertopf sollen zusätzlich Neubau einer Schutzhütte für Radfahrer und Wanderfreunde im Papendiek noch in diesem Jahr und die Anschaffung eines neuen Spielgeräts finanziert werden. Dieses barrierefreie „Orbiter-Karussell“ ist auch für die Nutzung durch Kinder mit körperlichen Einschränkungen geeignet. (pi/hh/gu)