08.09.2019

Wehrkirche und Windmühle gut besucht

Zum „Tag des offenen Denkmals“, unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten seit 1993 von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz immer am zweiten Sonntag im September veranstaltet, haben in diesem Jahr bundesweit rund 8.000 Kulturdenkmale, Schlösser, archäologische Stätten, Burgen und Parks zu kostenlosen Besuchen und Führungen eingeladen, davon allein 1.200 in Nordrhein-Westfalen. Anlässlich des 100-jährigen Bauhaus-Jubiläums stand das Ereignis unter dem Motto: „Modern(e): Umbrüche in Kunst und Architektur“. In Groß Reken stellten die ehrenamtlichen Helfer des Heimatvereins, der sich unter anderem der Erhaltung und Pflege historischer Bauten widmet, die 1187 eingeweihte Wehrkirche St. Simon und Judas und die ab 1775 über 30 Jahre erbaute Turmwindmühle vor.

Raimund Wolter (r.) berichtet aus der Geschichte der Wehrkirche St. Simon und Judas.

Zahlreiche Gäste aus nah und fern nutzten die nicht alltägliche Gelegenheit, die beiden Bauwerke unter fachmännischer Anleitung zu besichtigen und die außergewöhnlichen Ausstellungen einmal etwas näher in Ruhe unter die Lupe zu nehmen. „Alle Interessenten waren ohne Ausnahme ganz begeistert von der Schönheit des Gebäudes und fasziniert von den vielen wertvollen Exponaten aus den letzten Jahrhunderten, die wir in unserem sakralen Museum präsentieren“, berichtet Raimund Wolter aus der imposanten Wehrkirche.

Über die alten Schätze in der Windmühle und den Nebengebäuden informiert Bernd Robert (r.).

Reinhard Röttgers, Bernd Robert und Lothar Röttgers (vormittags) sowie Franz-Josef Stienen, Bürgermeister Manuel Deitert und Wilhelm Stilkenbäumer (nachmittags) haben den Infodienst in der Windmühle übernommen. Sie waren pausenlos damit beschäftigt, ungezählte Fragen der aus dem ganzen Münsterland, dem Ruhrgebiet und sogar aus den Niederlanden angereisten Besucher zu beantworten. „Viele wollten wissen, wie die Mühle funktioniert hat und wie in ihr gearbeitet wurde“, teilen die „Fremdenführer“ mit. Groß sei aber auch das Interesse an der Ausstellung „vom Säen zum Ernten“ gewesen, die im Hauptgebäude sowie in mehreren Nebengebäuden untergebracht ist. (hh)