11.11.2017

St. Martin und »Der Gute Hirte«

Mehr als 100 Kinder aus der Gemeinde sowie deren Eltern, Geschwister und Angehörige nahmen bei nasskaltem, zum Glück aber trockenem Wetter am diesjährigen Martinsumzug des evangelischen Familienzentrums „Der Gute Hirte“ teil. Mit rotem Rock führte St. Martin die bunte und leuchtende, aus insgesamt rund 300 Personen bestehende Prozession auf einem pechschwarzen Friesen an. Zu den Klängen des Posaunenchors der Kirchengemeinde, begleitet von den Fackelträgern der Rekener Jugendfeuerwehr, ging es vom Kindergarten aus vorbei am Freibad und am Spadaka-Sportpark zur Seniorenanlage „St. Ludgerus“.

Über 100 Kinder aus der Gemeinde nehmen am Martinsumzug des Familienzentrums „Der Gute Hirte“ teil.

Dort versammelten sich alle Teilnehmer gemeinsam mit den Bewohnerinnen und Bewohnern des Hauses im Halbkreis um ein prasselndes Feuer. Ganz in erster Reihe natürlich die Kids mit ihren selbst gebastelten, farbenprächtigen Laternen und mit großen, erwartungsvollen Augen. Gebannt verfolgte der Nachwuchs, wie St. Martin seinen Mantel mit dem Schwert in zwei Hälften zerschnitt und mit einem frierenden Bettler teilte. Nach dem Lied „Laterne, Laterne“ ging es zurück zum Kindergarten, wo die MitarbeiterInnen der Einrichtung eine kleine Feier bei Kakao, Glühwein, Brezeln, Hot-Dogs, Bratwurst und Reibekuchen vorbereitet hatten.

Auf einer Bühne vor der Seniorenwohnanlage St. Ludgerus teilt St. Martin seinen Mantel mit einem Bettler.

Jill Gertz, stellvertretende Leiterin der Kita an der Von-Ketteler-Straße in Groß Reken, bedankte sich bei dieser Gelegenheit bei allen Beteiligten für die Unterstützung - bei der Gemeinde, bei den Eltern und bei den Sponsoren. Erleichtert stellte sie fest: „Gott sei Dank hatte Petrus ein Einsehen. Er stellte den Regen pünktlich zu unserem 35. Martinsumzug ab. Den Kindern hat es gut gefallen. Sie haben die Martinsgeschichte sowie den Sinn des „Teilens“, des „Helfens“, des „Miteinanders“ und „Gebens“ nicht nur theoretisch kennengelernt, sondern ganz anschaulich selbst miterlebt. Viel Spass gemacht hat den Mädchen und Jungs auch, dass sie die Martinslieder vorab mit den Senioren in St. Ludgerus einüben konnten.“ (hh)