18.01.2020

St. Antonius-Kirche wird zur »Lüchterkark«

Zusammen mit dem Förderverein St. Antonius, der Kolpingfamilie Klein Reken und einer ganzen Reihe von Sponsoren hat die Kirchengemeinde St. Heinrich bei freiem Eintritt auch in diesem Jahr wieder zu dem Konzertprojekt „Musik in d’Lüchterkark“ eingeladen, punktgenau zum Namenstag des Heiligen Antonius und damit zum Patronatsfest der St. Antonius-Kirche. „Zündet Kerzen an, bringt das Licht der Hoffnung und frohen Botschaft in die dunkle Jahreszeit, singt gegen die Kälte in der Welt, damit wir und unsere Kinder eine Zukunft haben, damit unsere Mutter Erde überlebt“ - mit dieser Botschaft sind die die Instrumentalisten und Sänger rund um die bundesweit bekannten ostfriesischen Folkgruppen Laway, La Kejoca und Triangel vor großer Kulisse in dem Klein Rekener Gotteshaus aufgetreten.

Künstler der bekannten Folkgruppen „Laway“, „La Kejoca“ und „Triangel“ begeistern zum Patronatsfest der Klein Rekener St. Antonius-Kirche mit ihrem Konzertprojekt „Musik in d‘ Lüchterkark“.

Hunderte von Kerzen und mehrere Weihnachtsbäume im Lichterglanz sorgen für eine sehr stimmungsvolle und friedliche Atmosphäre, während die Besucherinnen und Besucher still, scheinbar andächtig und voller Erwartung auf eine Kultveranstaltung von außergewöhnlicher Vielfalt warten. Gerd Brandt (Gesang, Cister, Gitarre), Albertus Akkermann (Gesang, Akkordeon), Manuel Bunger (Gesang, Flamencogitarre), Jörg Fröse (Mandoline, Cister, Concertina, Geige, Gitarre), Carmen Bangert (Mezzosopran, Drehleier, Flöte), Keno Brandt (Bassbariton, keltische Harfe, Bass, Gitarre) enttäuschen die Rekener Musikfreunde nicht. Sie ziehen alle mit klassischen, teilweise auch mittelalterlichen Instrumenten, mit gekonntem Gesang in mehreren Dialekten und mit Meditationen zur Winter- und Weihnachtszeit in ihren Bann.

Bassbariton Keno Brandt, studierter Kirchenmusiker und Opernsänger, gibt der renommierten ostfriesischen Formation eine unverwechselbare Stimme.

Von der Arie aus Händels Messias über englische Christmas Carols hin zur bekannten Opernarie, vom Winter-Folk aus Skandinavien und von feuriger Flamencomusik über weihnachtliche Volkslieder und besinnliche Instrumentalmusik bis zum engagierten Popsong reicht die Bandbreite der gefühlvollen Künstler, die nach den einzelnen Stücken immer wieder von großem Applaus überschüttet werden und ganz offensichtlich voll und ganz den Musikgeschmack aller Anwesenden treffen. Nach rund 90 Minuten wird es wieder still in St. Antonius im Dorfkern von Klein Reken. Ab sofort und wahrscheinlich bis Ostern bleibt die Kirche geschlossen. In dieser Zeit wird für rund 100.000 Euro eine unumgängliche Teilsanierung des Innenraums durchgeführt, um aufgetretene Rissbildungen an den Gewölben und Wandflächen nachhaltig zu beseitigen. (hh)

Die mit mehreren Preisen ausgezeichnete Mezzosopranistin Carmen Bangert nimmt das Publikum mit gefühlvollem Gesang gefangen.