23.09.2021

Sanierung von Baumstandorten hat begonnen

Die Gemeinde Reken überprüft 1.067 Bäume regelmäßig auf Grundlage der Baumkontrollrichtlinie, und eine noch weitaus größere Anzahl wird über Negativkontrollen des Bauhofes abgedeckt. Über diese Prüfungen hinaus wurden in den Jahren 2019–2021 an fünf Baumgruppen im Gemeindegebiet aufgrund äußerer Erscheinungen eingehende Untersuchungen durch Sachverständige durchgeführt. Am 1. Juli hat der Gemeinderat zum Standort "Klein Reken Forum" (Dorfstraße) beschlossen, der Empfehlung des Gutachters zu folgen, die drei dort befindlichen Eichen zu fällen und eine arttypische Ersatzbepflanzung vorzunehmen, da die Verkehrssicherungspflicht nicht mehr gegeben ist. Die Bäume an den restlichen vier Standorten hingegen sollen durch eine Verbesserung der Bewässerungs- und Belüftungssituation möglichst erhalten werden.


Die vom Gemeinderat beschlossene Sanierung von vier Baumgruppen hat vor der Klein Rekener St. Antonius-Kita (oben) wie an der Bergstraße in Groß Reken (unten) durch eine Entsiegelung der zuvor verdichteten und plattierten Flächen sowie durch die Einbringung eines Kompost-Lava-Gemisches begonnen.

„Zum Auftakt dieser Maßnahmen hat eine Fachfirma Anfang der vorletzten September-Woche die Wurzelstandorte der Eichen an der Groß Rekener Bergstraße vor dem Restaurant La Grappa und vor der Klein Rekener St. Antonius-Kita verbessert“, berichtet der Bauhof-Leiter Jörg Mecking und geht weiter ins Detail: „Die seit Jahren durch Schotter und Plattierungen verdichteten Flächen wurden zunächst entsiegelt, bevor man ein Kompost-Lava-Gemisch zur Förderung des Gas, Wasser- und Nährstoffaustausches bis zu einer Tiefe von einem halben Meter eingebaut hat.“

Des Weiteren wurden Belüftungs- und Bewässerungsrohre eingebaut. Alle Arbeiten wurden möglichst wurzelschonend mit einem Saugbagger durchgeführt.

Zwei bis drei Jahre wird es vermutlich dauern, bis man eine Verbesserung der Baumzustände erkennen kann.

In den nächsten Tagen wird eine zweite Fachfirma dann mit einer Luftdrucklanze den Boden weiter auflockern und Bodenhilfsstofffe wie Granulat, Dünger und Mykorrhizapilze einbringen. Letzteres betrifft die Standorte an der Bergstraße und an der Kita in Klein Reken, ebenfalls in der Neuen Mitte und an der Mozartstraße. Von diesen Arbeiten verspricht man sich das Wurzelwachstum der alten Bäume anzuregen und somit die Vitalität langfristig zu fördern. (hh)