11.09.2017

Rekener Denkmäler gut besucht

Zum Tag des Offenen Denkmals, der seit 1993 immer am zweiten Sonntag im September veranstaltet wird, haben in diesem Jahr bundesweit über 8.000 Kulturdenkmale in 2.600 Städten und Gemeinden zu kostenlosen Besuchen und Führungen unter dem Motto „Macht und Pracht“ eingeladen. Rund 3,5 Millionen Besucher machten bundesweit von diesem Angebot der Deutschen Stiftung Denkmalschutz Gebrauch. In Groß Reken stellten die ehrenamtlichen Helfer des Heimatvereins, der sich unter anderem der Erhaltung und Pflege historischer Bauten widmet, die 1187 eingeweihte Wehrkirche St. Simon und Judas, die ab 1775 über 30 Jahre erbaute Turnwindmühle und das Haus Uphave aus dem Jahr 1742 vor.

Raimund Wolter (r.) berichtet aus der Geschichte der Rekener Wehrkirche St. Simon und Judas.

Mehr als 300 Gäste aus Reken, zu einem großen Teil aber auch aus dem Münsterland und dem Ruhrgebiet nutzten die nicht alltägliche Gelegenheit, die drei Bauwerke unter fachmännischer Anleitung zu besichtigen und die außergewöhnlichen Ausstellungen einmal etwas näher in Ruhe unter die Lupe zu nehmen. „Alle Interessenten waren ohne Ausnahme ganz begeistert von der Schönheit des Gebäudes und fasziniert von den vielen wertvollen Exponaten aus den letzten Jahrhunderten, die wir in unserem sakralen Museum präsentieren“, berichtet  Gästeführer Raimund Wolter aus der imposanten Wehrkirche.

Im Haus Uphave findet die Ausstellung „Reken – früher und heute“ der Ramsdorfer Malgruppe „Paletti“ großen Anklang.

Nicht minder gut beschäftigt waren die „Fremdenführer“ in der Turmwindmühle mit ihrer Ausstellung „Vom Säen zum Ernten“ und im beeindruckenden Kötterhaus Uphave im Unterdorf, in dem gleichzeitig die Gemälde- und Bilderausstellung „Reken – früher und heute“ der 12köpfigen Ramsdorfer Malgruppe „Paletti“ unter der Kursleitung der Rekenerin Christa Schalk zu bewundern war. Alle Helferinnen und Helfer waren pausenlos damit beschäftigt, die Fragen der wissbegierigen Besucher zu beantworten. Sogar ein für einen Denkmaltag eher ungewöhnliches Thema wurde von einem Pärchen  aus Gescher in der Mühle angesprochen: „Wir würden gerne hier heiraten, ist das Anfang des kommenden Jahres möglich?“ (hh)

Die alten Schätze der Windmühle stehen bei den Besucherinnen und Besuchern aus nah und fern im Mittelpunkt des Interesses.