31.07.2019

Reken-Radtour mit Landrat Zwicker

Radtouren sind für Dr. Kai Zwicker adäquate Möglichkeiten, sich Projekte und aktuelle Entwicklungen in den Gemeinden des Kreises Borken unmittelbar vor Ort anzusehen und kennenzulernen. „Man ist einfach nah dran und mitten in der Praxis“, erläutert der Landrat und fügt hinzu: „Außerdem kann man in den einzelnen Kommunen einen direkten und zwanglosen Kontakt zu den Vertretern von Politik und Verwaltung herstellen.“ Nachdem er in den letzten Tagen bereits Rundfahrten durch Südlohn, Isselburg und Borken unternommen hat, führte die Sommerreise den früheren Heeker Bürgermeister und studierten Rechtswissenschaftler jetzt nach Reken.

Einen ersten Halt auf ihrer Tour durch Reken macht die Radlergruppe um Landrat Zwicker in der Feuer- und Rettungswache Am Wehrturm.

Vom Rathaus aus machte sich Zwicker in Begleitung von Bürgermeister Manuel Deitert, dem 1. Beigeordneten Gottfried Uphoff, den Fraktionsvorsitzenden Dirk Köhne (CDU), Andreas Zander (SPD) und Hermann Dreischenkemper (Bündnis 90/Die Grünen) sowie den Amtsleitern Anette Höller, Josef Wenning und Carsten Hövekamp auf eine dreistündige Pedelec-Fahrt. Nach einer kurzen Stippvisite beim Vereins- und Bildungszentrum ging es zur Feuer- und Rettungswache Am Wehrturm, die vom Kreis Borken getragen und finanziell ausgestattet wird. Nach einem intensiven Blick auf die ehemalige Bruns-Halle neben dem Sozialwohnungsblock an der Wehrstraße, an deren Stelle in absehbarer Zeit laut Bürgermeister Deitert und dem Landrat eine größere und effektivere neue Wache entstehen soll, radelte die Gruppe weiter in Richtung Hülsten.

Am Bahnhof in Reken Bahnhof berichten Bürgermeister Manuel Deitert (4.v.l.), Landrat Dr. Kai Zwicker (5.v.l.) und der 1. Beigeordnete Gottfried Uphoff (r.) über eine geplante Mobilstation als Pilotprojekt des Kreises Borken.

Dort wurden die Anfang der letzten Juli-Woche gestarteten Sanierungsarbeiten an der K12 zwischen dem Hof Benning und der Straße Weskerhok begutachtet, bevor man sich über die Kapelle Surendorf auf den Weg nach Reken Bahnhof machte. Dr. Zwicker, der Gemeindechef und der 1. Beigeordnete teilten mit, dass der Kreis Borken in Kooperation mit der Rekener Gemeindeverwaltung am Bahnhof  unter Inanspruchnahme von Geldern aus den Fördertöpfen des Zweckverbands Nahverkehr Westfalen-Lippe eine so genannte Mobilstation als Pilotprojekt plane. Angedacht sei ein innovativer Knotenpunkt zur Verbindung von Bahn, Bus, Bürgerbus und auszuleihenden Verkehrsmitteln wie E-Bikes und E-Scootern. „Mit seiner vorbildlichen Infrastruktur ist Reken ein idealer Ort für ein solches Vorhaben, das wohl mit Investitionen zwischen 80.000 und einer Million Euro verbunden sein wird“, stellt der Landrat fest.

Im Innovations- und Dienstleistungspark Münsterland verschaffen sich die Politiker und Gemeindevertreter einen Überblick über den baulichen Fortschritt des Projektes.

Eine weitere Mobilstation könne an der durch die BahnLandLust-Aktion erheblich aufgewerteten Bahnstrecke auch in Maria Veen entstehen, wo die Gemeinde im Hinblick darauf bereits das zukünftig anderweitig zu nutzende Stellwerksgebäude am Haltepunkt erworben habe. Den vorletzten Stopp machten die Politiker und Gemeindevertreter dann im Innovations- und Dienstleistungspark Münsterland an der Dorstener Straße, in dem sich Unternehmen und Betriebe aus dem Dienstleistungs- und Technologiesektor einmieten können. Die Fertigstellung der ersten drei Gebäude des modernen Komplexes ist für 2020 geplant. Bereits im September 2019 soll der Betrieb einer Kita als Übergangslösung für die erst im Herbst 2020 zu beziehende Sportkita „Henrys Abenteuerland“ am Frei- und Hallenbad aufgenommen werden. Zum Ausklang der Tour stand schließlich noch ein Besuch in der Jugendherberge an, wo der Herbergsvater Reiner Meier und der Jugendherbergswerk-Bauleiter Heiner Sturm die geplante neuerliche Erweiterung um 40 Betten skizzierten. (hh)