20.02.2021

Mutwillige Alarmierungen der Feuerwehr werden spürbar teurer

Zu 171 Einsätzen ist die Rekener Feuerwehr in 2020 alarmiert worden, darunter 14 Einsätze, die durch Fehlalarme von Brandmeldeanlagen entstanden sind. Davon sind 6 dieser Fehlmeldungen mutwillig ausgelöste Alarmierungen. Je nach Wochentag und Uhrzeit - sind bei solchen Alarmierungen durchschnittlich 40 Feuerwehrleute und sämtliche Fahrzeuge der Feuerwehr unterwegs. „Mutwillige Alarmierungen jeglicher Art sind alles andere als Kavaliersdelikte. Das ist ein eindeutiger Straftatbestand, der dazu mit Kosten für Personaleinsatz, Fahrzeuge und Geräte seitens der Feuerwehr verbunden ist. Gemäß der Alarm- und Ausrückordnung der Freiwilligen Feuerwehr wird bei einer Alarmierung einer Brandmeldeanlage der Wehralarm ausgelöst“, bemerken Bürgermeister Manuel Deitert und Wehrführer Jörg Wiesmann am 18. Februar auf einer Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses. „Wenn dann parallel ein wirklicher Notfall eintreten würde, kommt es halt auf jede Minute an. Darum ist es unser aller Ziel, dass es zu keinen mutwilligen Alarmierungen gerade von Brandmeldeanlagen kommt, die immer direkt einen Wehralarm auslösen. Der Betreiber einer Brandmeldeanlage ist für diese Verantwortlich und zahlt Fehleinsätze. Für mutwillig ausgelöst Alarmierungen müssen unserer Meinung nach, die tatsächlich entstandenen Kosten des Einsatzes getragen werden. Ob er die Kosten weiterberechnet, obliegt dem Betreiber.“ bekräftigt Deitert den mit der Feuerwehr abgesprochenen Vorschlag der Verwaltung.

Sechsmal war die Feuerwehr Reken im Vorjahr aufgrund von mutwillig und böswillig ausgelösten Fehlalarmen unnötigerweise unterwegs.

Gemäß der Satzung über Kostenersatz bei Einsätzen der Feuerwehr wurde bei einer technisch begründeten Fehlalarmierung durch eine Brandmeldeanlage bislang ein Pauschalbetrag in Höhe von 400 Euro berechnet, bei einer böswilligen oder missbräuchlichen Alarmierung ein Pauschalbetrag in Höhe von 500 Euro. Auf Vorschlag der Verwaltung haben die Mitglieder des HFA befürwortet, den Kostentarif für mutwillig herbeigeführten Alarmierungen der Feuerwehr nicht mehr als Pauschalbetrag abzurechnen, sondern zukünftig die tatsächlichen und damit deutlich höheren Personal- und Fahrzeugeinsatzkosten in Rechnung zu stellen.

Parteiübergreifend und einstimmig wurde von den Damen und Herren der Beschlussvorschlag an den Gemeinderat gerichtet, dass der Rat die modifizierte Satzung über die Erhebung von Kostenersatz und Entgelten in der Gemeinde Reken bei Einsätzen der Feuerwehr beschließen möge. „Es ist mir noch einmal wichtig zu betonen, dass es nicht darum geht, Mehreinnahmen zu generieren. Diese leiten wir gerne sofort weiter in die Kameradschaftskasse. Mir ist es wichtig, dass mutwillig ausgelöste Alarmierungen ein Ende nehmen“, so Bürgermeister Deitert nach der Abstimmung. (hh/sr)