13.07.2019

Kunst und Kultur zum Frühstück

Erst Ende des letzten Jahres wurde der Kulturverein Reken gegründet, und schon wenige Wochen später veranstaltete die neue Gruppierung ein spektakuläres Hexenfest am Posten 20. Mit einer weiteren Aktion an dem ehemaligen Bahnwärterhäuschen direkt vis-à-vis zum künftigen Klein Rekener Haltepunkt an der Strecke Dorsten-Reken-Coesfeld setzten die Verantwortlichen die Reihe ihrer geplanten Aktivitäten jetzt fort. Genauer gesagt mit einem ausgedehnten Frühstück zur Erinnerung an die erste Fahrt der historischen Eisenbahn auf der Strecke Oberhausen/Quakenbrück am 1. Juli 1879, angereichert durch ein umfangreiches Programm mit Musik, Literatur und Kunst ganz im Sinne von Heimat und Historie.

Mit einem „Kulturfrühstück“ erinnert der Kulturverein Reken am Posten 20 an die die erste Eisenbahnfahrt auf der Strecke Oberhausen/Quakenbrück am 1. Juli 1879.

Nach einer Begrüßung durch den Kultusvereins-Vorsitzenden Ralf-Dieter Grün (l.) hebt Bürgermeister Manuel Deitert (2.v.l.) die Bedeutung der historischen Bahnlinie für Reken hervor.

Nach einer Begrüßung durch den Kulturvereins-Vorsitzenden Ralf-Dieter Grün und durch Erika Reichert, Autorin, frühere Antonius-Schulleiterin und Antriebskraft bei der Posten 20-Wiederbelebung und dessen Gestaltung, hebt Bürgermeister Manuel Deitert die Bedeutung der vor 140 Jahren in Betrieb genommenen Bahnlinie hervor und stellt fest: „Ohne den Bau der Eisenbahnstrecke wären unsere Ortsteile Bahnhof Reken und Maria Veen ganz sicher nicht entstanden, und auch solch ein Unternehmen wie iglo wäre ohne die Anbindung ans Schienennetz wohl nicht in unsere Gemeinde gekommen.“ Danach griffen zwei Erstklässler zu ihren Jagdhörnern und brachten den Besucherinnen und Besuchern ein gekonntes Eröffnungsständchen.

Erika Reichert (Mitte) hat nicht nur das Mikrofon in der Hand, sondern bei der künstlerischen Ausgestaltung des Kulturfrühstücks auch den Hut auf.

Das von Mario Krause aus dem Haus Hall geschaffene Duo „Troll + Trolline“ bereichert ab sofort die Palette der ungewöhnlichen Exponate rund um das alte Bahnwärterhäuschen am Klein Rekener Mühlenweg.

In der Folge wurden von die Lieder „Mein blauer Planet“, „What wonderful place“ mit Britta Malyczek, der Dylan-Welthit „Blowin‘ in the Wind“ und ein Froschkonzert-Kanon als Gruß an Quakenbrück gesungen. Christiane Ewering-Schlautmann las „Die Lokomotive“ aus einem alten Schulbuch vor, die stellvertretende Dorstener Bürgermeisterin Christel Briefs erinnerte an die Ursulinen-Ordensschwester Tisa von der Schulenburg, Beate Foremny rezitierte eine Kräuterhexen-Geschichte und ihr Ehemann Johannes Foremny von der Musikschule Borken ließ ein interkulturelles Veh-Harfenspiel folgen. Nach der Aufstellung eines von Mario Krause aus dem Haus Hall geschaffenen Trolls und einer ebenso gut gelungenen Trolline sowie einem von einer Schülerin präsentierten Morgenstern-Gedicht klang das Kulturfrühstück mit dem absolut passenden Lied „Ein schöner Tag“ aus! (hh)