10.10.2020

Kreuz an der Mühle

Zwischen der Museschoppe und der Turnwindmühle auf dem Groß Rekener Möll’nberg stehen zwei große Birken und eine Bank, auf der man sich bei einem Rundgang durch das Freilichtmuseum mit dem Hauptthema „vom Säen zum Ernten“ ein wenig ausruhen und ganz gut in die Runde schauen kann. Genau in diesem Bereich hat der Heimatverein am Abend des zweiten Freitags im Oktober eine neue Attraktion aufgestellt. Auf einem gemauerten Podest aus Ziegelsteinen steht auf einer Marmorplatte ab sofort ein rund 80 Zentimeter hohes Kreuz aus Eichenholz mit einem abschließenden kleinen Schieferdach. In Anwesenheit einiger Heimatfreunde und der an dem Projekt ehrenamtlich beteiligten Handwerker nahm Pastor Thomas Hatwig die Wiedereinsegnung des dekorativen früheren Grabkreuzes vor.

Zwischen Mühle und Museschoppe, gleich unter zwei Birken, hat der Heimatverein auf dem Möll’nberg  ein früheres Grabkreuz aus Eichenholz platziert. Der Mühlenbeauftragte Georg Holthausen (r.) berichtet, was die Recherchen zu der Devotionalie ergeben haben.

Der Mühlenbeauftragte Georg Holthausen erläuterte im Verlauf einer kleinen Zeremonie, wie der Heimatverein in den Besitz des christlichen Symbols gekommen ist und was man darüber in Erfahrung bringen konnte: „Bei unseren Recherchen haben wir herausbekommen, dass das Kreuz auf einem Grab in Lembeck oder Klein Reken gestanden hat. Außerdem konnten wir ermitteln, dass die Klein Rekenerin Walburga Mast, eine Tochter des Kreishandwerksmeisters und früheren Ratsmitglieds Willi Mast, den religiösen Gegenstand vor 50 Jahren im Alter von 24 Jahren gefertigt hat. Sie hat als junge Frau Kunst an der Folkwang-Schule studiert, später in Ingolstadt und Hamburg gelebt und absolut keinen Kontakt mehr zu Personen in Reken. Durch einen Zufall ist unser Heimatarchiv-Vorsitzender Hermann-Josef Holthausen in den Besitz der Devotionalie gekommen, hat sie nach der Grabauflösung vor dem Verbrennen auf einem Osterfeuer gerettet, gut aufbewahrt und jetzt an den Heimatverein übergeben.“ (hh)

Pastor Thomas Hatwig bei der Wiedereinsegnung des vom Heimatarchiv-Vorsitzenden Hermann-Josef Holthausen nach einer Grabauflösung vor dem Verbrennen auf einem Osterfeuer geretteten Kreuzes.