10.03.2019

Kinderstimmen im Frühlingssturm

Ein laues Lüftchen ist es nicht, auch deutlich mehr als eine frische Brise. Gefühlt handelt es sich beim traditionellen März-Konzert der Blaskapelle Reken vielmehr um einen musikalischen Frühlingssturm, der nach einleitenden Worten der neuen Vereinsvorsitzenden Hannah Eisenbarth durch die Rathaus-Sporthalle fegt und die rund 800 Gäste vom Fleck weg mitreißt. Vom einleitenden Galaauftritt des Jugendorchesters unter der bewährten Regie von Fred Junker mit den Arrangements „Greatest Showman“, „TV-Hits for Kids“ und „Starlight Express“ bis zum abschließenden Stück des Hauptorchesters haben die rund 90 Musikerinnen und Musiker ihr Publikum fest im Griff. Manchmal mit harmonischen Ausflügen in die Welt der Symphonie, oft aber auch mit treibenden Rhythmen und kraftvollen Marschklängen, rockigen Hits und Melodien aus Film und Fernsehen.

Stefan Schmitz alias Balu der Bär spielt ein Solo auf der Tuba beim „Kinderstimmen-Konzert“ der Blaskapelle Reken.

Dabei spielen bekannte Kompositionen aus Disney-Klassikern und der Märchenwelt eine Hauptrolle. Das vierte Frühjahrskonzert des 35jährigen Dirigenten und Moderators Cajus Weinitschke steht nämlich unter dem Motto „Kinderstimmen“. Passend dazu werden die Lieder „The Bare Necessities“, „Aladdin“, die „Forrest Gump Suite“ und der „Captain America March“ intoniert. Hoch schlagen die Wellen der Begeisterung, als die Mini- und die Maxifinken sowie die Chöre der Rekener Grundschulen mit ihrem Anführer Udo Nobis die Bühne entern und sich bei den „Regimentskindern“ sowie bei den umjubelten Rolf Zuckowski-Zugaben „Kinder des Rock’n Roll“ und „Lieder, die wie Brücken sind“ lautstark einbringen. Toll auch das Zusammenspiel zwischen den Orchestern, der Solosängerin Sarah Kipp und den Mädels und Jungs bei dem ergreifenden Werk „Celtic Child“ aus der kindlichen Welt und aus dem leider oftmals traurigen Leben von Kindern.

In großer Besetzung und mit der Unterstützung mehrerer Kinderchöre begeistern die Blaskapellen-Musiker mit ihrem Dirigenten Cajus Weinitschke das Publikum in der gut besuchten Rathaus-Sporthalle.

„Mit dem heutigen Thema wollte unser Dirigent die Stücke einmal aus einem anderen Blickwinkel beleuchten, die ganze Bandbreite der Möglichkeiten der Blasmusik aufzeigen und durch die Einbindung der Rekener Kinderchöre für Abwechslung und willkommene bunte Farbtupfer sorgen“, erläutern die beiden Musikvereins-Vorsitzenden Hannah Eisenbarth und Christoph Baumeister, die sich über ein rundum gelungenes Konzert und eine große Resonanz bei den Rekener Musikfreunden freuen dürfen: „Der donnernde Applaus der Zuschauerinnen und Zuschauer belohnt unsere Orchester für die monatelange Vorbereitung und ganz viele zeitintensive Proben!“ Genauso sieht es auch Cajus Weinitschke. Nachdem er bei einer längeren Anmoderation die Jugendorchester-Sprecherin und Schülerin Pia Thomas einbindet, gilt sein ganz besonderer Dank gilt nicht nur seinen engagierten Musikerinnen und Musikern, sondern auch den Chören mit ihrem Leiter Udo Nobis und dem Auditorium für eine wieder einmal großartige Unterstützung. (hh)

Solosängerin Sarah Kipp (l.) und zahleiche Kinderstimmen sogen mit dem gefühlsbetonten Stück „Celtic Child“ für einen der Höhepunkte des Abends.

Einen bejubelten Auftritt liefert auch das von Frank Junker geleitete 25köpfige Jugendorchester ab.