21.06.2021

Küken halten eine ganze Schule auf Trab

Nicht schlecht staunten die Kinder und Lehrkräfte der Maria Veener Ellering-Grundschule, als am 25. Tag nach Brutbeginn die erste Eierschale durchbrochen wurde. Insgesamt zehn Küken erblickten das Licht der Welt, halten seitdem die ganze Schule auf Trab. Vor etwas mehr als drei Wochen sind 20 Eier in eine vom Förderverein finanzierte Brutmaschine eingesetzt worden. Von diesem Moment an waren die Entlassschülerinnen und Entlassschüler der Ellering-Schule dafür verantwortlich, die passende Temperatur und Luftfeuchtigkeit, die es für die erfolgreiche Entwicklung eines Kükens benötigt, stets im Blick zu behalten. Das regelmäßige Drehen der Eier übernahm die Maschine selbstständig.

In besonderen Küken-Stunden können die Kinder der Ellering-Schule hautnahen Kontakt zu den kleinen Ferederknäueln aufnehmen.

Alles über die Entwicklung vom Ei zum Küken lernten die Schülerinnen und Schüler der vierten Klasse im Sachunterricht. Sie beschäftigten sich mit vielen verschiedenen Themen wie dem Aufbau des Eis, dem Sozialleben und dem Alltag von Hühnern, unterschiedlichen Haltungsformen und vielem mehr. Darüber hinaus ermöglichte das Projekt aber auch die Verwirklichung vieler weitere Ziele wie zum Beispiel die Übernahme von Verantwortung, Rücksichtnahme und den respektvollen Umgang mit Lebewesen.

„Normalerweise schlüpfen Küken am 21. Brauttag. Doch zunächst tat sich nichts. Obwohl in den darauffolgenden Tagen die Erfolgswahrscheinlichkeit des Schlupfes immer weiter schwand, sollte die Hoffnung jedoch noch nicht aufgegeben werden. Umso größer war dann die Freude, als an Tag 25 die erste Eierschale durchbrochen wurde. Das war wirklich ein ganz besonderer Augenblick“, berichtet die Lehrerin Annika Dondrup, neben Frau Budde vom Förderverein die Initiatorin der Aktion.

Besonders großes Glück hatten die Schülerinnen und Schüler, da die Küken an einem Montagmorgen schlüpften und der Vorgang so live miterlebt werden konnte. Von diesem Moment an waren die Kinder kaum noch von der Brutmaschine wegzubekommen. Kurze Zeit später durften die Küken dann auch schon in einen speziellen Stall mit Wärmelampe umziehen, wo sie von den Kindern ganz in Ruhe beobachtet werden können. In einer Küken-Stunde durfte dann aber auch hautnah Kontakt zu den Küken aufgenommen werden, um die kleinen Federknäuel näher kennenzulernen.

Die Begeisterung für das Projekt hat nicht nur die Viertklässler, sondern die ganze Schule gepackt. Eine große Bereicherung war es, dass alle Klassen an dem Projekt teilhaben konnten. Das ist ein richtiges Highlight in der Corona-Zeit, in der die Kinder ansonsten viele Abstriche machen müssen. Die nächsten zwei Wochen verbringen die Küken noch im Kükenstall. Bis zu den Sommerferien dürfen sie dann als Schulhühner in das Gewächshaus mit Auslauf im Schulgarten einziehen. Danach werden die Jungtiere in gute Hände weitergegeben. (pi/hh)