20.03.2020

Integrationspark Maria Veen wird mit 2,8 Millionen Euro gefördert

„Die endgültige Entscheidung über unseren Antrag fällt im Frühjahr 2020 im Ministerium, und es ist kaum möglich, eine Prognose über den Ausgang abzugeben“, warnte Bürgermeister Manuel Deitert Ende des vergangenen Jahres in den politischen Gremien vor allzu euphorischen Erwartungen, fügte aber leicht optimistisch hinzu: „Keine Frage, dass unser Projekt haargenau in das Förderprogramm ‚Soziale Integration im Quartier 2020‘ passt.“ Damit lag der Gemeindechef komplett richtig.

Am dritten Mittwoch im März hat das Ministerium für Heimat Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes NRW über die Bekanntgabe des Städtebauprogrammes 2020 die Fördermaßnahme zum Umbau und Modernisierung der Sportanlage am Gymnasium in Maria Veen neben weiteren Maßnahmen in anderen Kommunen bewilligt. Demnach werden 2,799 Mio. Euro für den Integrationspark Maria Veen - so der Name des zu 90 Prozent geförderten Projektes - bereitgestellt. Der Eigenanteil der Gemeinde beläuft sich auf 0,311 Mio. Euro, eine Summe, die in noch größerer Höhe vorausschauend bereits in den Haushaltsplan 2020 eingestellt worden ist.

Mit Hilfe einer 2,8 Millionen Euro-Förderung des Landes NRW wird der in die Jahre gekommene Sportplatz am Gymnasium Maria Veen in den „Integrationspark Maria Veen“ verwandelt.

Besonders in Maria Veen spielt die Integration eine wichtige Rolle. Durch den Benediktushof, die Brückenschule, das Haus Maria Veen, das Gymnasium der Mariannhiller Missionare, das Jugendhaus Mariannhill und die Ellering-Grundschule sowie durch die TSG und den SC Reken ist das Thema Integration täglich allgegenwärtig. Dabei kann gerade der Sport als Motor der Integration helfen, denn er führt die Menschen zusammen und vermittelt ein Zugehörigkeitsgefühl. Derzeit befinden sich in Maria Veen vier Sportanlagen, die isoliert von den genannten Einrichtungen und den örtlichen Vereinen genutzt werden.

Die Gemeinde Reken wird die in die Jahre gekommene Sportanlage am Gymnasium der Mariannhiller Missionare nun umbauen und modernisieren und mit dem Integrationspark Maria Veen ein Gelände des Breitensports und der Bewegung schaffen. Alle Einrichtungen, Vereine und Verbände sollen von der neuen Sportanlage partizipieren. Es soll ein barrierefreier, integrativer und inklusiver Treffpunkt werden, an dem sich Menschen und Familien aller sozialer Schichten und mit körperlichen Einschränkungen austauschen, Gespräche suchen und Kontakte pflegen können.

„Echt genial, dass wird knapp 2,8 Millionen Euro an Fördermitteln erhalten. Das Geld fließt ausschließlich in die Erneuerung des Sport-Komplexes. Es wird eine behindertengerechte, wettkampftaugliche Tartanbahn gebaut, ein neues Rasen-Großspielfeld und eine Flutlichtanlage. Darüber hinaus sollen unter anderem Hotspots für die Leichtathletik entstehen – etwa Kugelstoßen, Hoch- und Weitsprung, möglicherweise in einem weiteren Schritt losgelöst vom jetzigen Förderprogramm auch ein Beachvolleyball-Feld und ein kleiner Anbau mit zusätzlichen Umkleiden. Auch die Bogensportler könnten integriert werden“, berichtet der Bürgermeister und ergänzt: „Wir werden jetzt noch Details mit den späteren Nutzern abklären und weitere Ideen diskutieren, später dann ein Fachbüro mit der konkreten Planung beauftragen. Vielleicht können die Bauarbeiten schon im Herbst beginnen – vorausgesetzt, dass es keine größeren Verzögerungen durch die Coronavirus-Pandemie gibt. Zum Schuljahresbeginn 2021/22 soll die Sportanlage möglichst bereits nutzbar sein.“ (hh)