22.11.2017

Haushalt 2018: Steuersenkung in Reken!

In der vorletzten Ratssitzung des laufenden Jahres präsentierte Manuel Deitert den Entwurf des Haushaltsplanes für 2018 per detaillierter PowerPoint-Präsentation. Was die Rekener Bürgerinnen und Bürger sowie die Gewerbetreibenden freuen wird: entgegen allgemeiner Tendenzen bleiben die Steuern und Gebühren nicht nur auf dem seit gefühlten „Ewigkeiten“ niedrigen Niveau, sondern alle drei Steuerarten werden vielmehr jeweils um 10 Prozentpunkte weiter gesenkt. Dazu betont der Bürgermeister: „Wir wollen unsere Einwohner und die Wirtschaft durch diese Rendite weiterhin an der guten finanziellen Gesamtsituation der Gemeinde beteiligen. Bereits in den letzten zehn Jahren haben wir unsere Bürger und unsere Unternehmen durch gute Steuerpolitik bereits um knapp acht Millionen Euro entlastet. Die Steuersenkung hilft allen Rekenern gemäß unserem Gemeindemotto: Reken – da bin ich gern!“ 

Gesenkt wird die Grundsteuer B für alle Wohngebäude von 360 auf 350 Prozentpunkte oder monetär von 396 auf 385 Euro für den Durchschnittshaushalt. Ein Rekener 4-Personen-Haushalt im Einfamilienhaus wird demnach per anno nur noch mit 921 Euro (385 € Grundsteuer B, 203 € Schmutzwasser, 50 € Regenwasser, 252 € Abfallgebühren, 31 € Hundesteuer) belastet, während im Kreis- und Landesvergleich oftmals Summen bis zur doppelten Höhe an der Tagesordnung sind und Reken somit mit weitem Abstand an erster Stelle im Kreis Borken sowie den umliegenden Gemeinden rangiert. Ähnlich positiv fällt der Vergleich bei der Grundsteuer A für die land- und forstwirtschaftlichen Betriebe mit einem von 180 auf 170 Prozentpunkte gesenkten Hebesatz aus, und auch der Ansatz für die Gewerbesteuer wird um 10 Prozentpunkte von 400 auf 390 Prozent heruntergeschraubt.

Der Haushaltsplan für das Haushaltsjahr 2018 weist beim Ergebnisplan Erträge in Höhe von insgesamt 28.986.145 Euro auf und Aufwendungen in exakt gleicher Höhe, schließt also trotz der Senkungen bei den Steuern mit einer „schwarzen Null“ ab. Beim Finanzplan errechnet sich nur ein geringes Minus von 76.643 Euro und das obwohl weiterhin Investitionen auf sehr hohem Niveau getätigt werden. Dabei stehen neben dem Glasfaserausbau die Felder Bildung und Familie, Vereinsförderung sowie der Ausbau alternativer Energie im Vordergrund.

Bürgermeister Manuel Deitert (l.) und Kämmerer Carsten Hövekamp (r.) präsentieren den Entwurf des Haushalts 2018 der Gemeinde Reken.

Im Ausgabenbereich für 2018 sind unter anderem vorgesehen: 7,9 Millionen Euro für die Kreisumlage, 596.900 Euro für die Ausstattung der Grundschulen bis 2020, 744.050 Euro für Investitionen auf dem Feuerwehrsektor, 856.000 Euro für Straßenbaummaßnahmen inklusive 265.000 Euro für die Sanierung der Wirtschaftswege, 4.400.000 Euro abzüglich einer voraussichtlichen Förderung in Höhe von 4.000.000 Euro für den Ausbau des Breitbandnetzes im Außenbereich, 335.000 Euro abzüglich einer 298.000 Euro ÖPNV-Förderung für einen neuen Parkplatz am künftigen Haltepunkt Klein Reken, ein 392.000 Euro-Zuschuss für die Erstellung eines zweiten Kunstrasen-Fußballplatzes inklusive Flutlichtanlage durch den SC Reken am Gevelsberg, 375.000 Euro abzüglich einer 121.000 Euro-Förderung für die Sanierung des Daches im Hallenbad-Komplex plus 200.000 Euro für die dortige Installierung einer Photovoltaikanlage.

Wie in jedem Jahr werden die Rekener Vereine finanziell beträchtlich gefördert. Die laufenden jährlichen Zuschüsse an die Rekener Kultur-, Jugend- und Sportvereine addieren sich insgesamt im Jahr 2018 auf 330.000 €. Hinzu kommen im nächsten Jahr Investitionszuschüsse in Höhe von 564.100 €. Bürgermeister Manuel Deitert betonte, „dass die Gemeinde Reken ein starker Partner der Vereine ist.“

Auf die Einnahmenseite des Haushaltvoranschlages sind die Gewerbesteuer mit 5,5 Millionen Euro eingeflossen, der Gemeindeanteil an der Einkommensteuer mit 6,6 Millionen Euro und der Gemeindeanteil an der Umsatzsteuer mit 900.000 Euro. Mit 247 Euro pro Einwohner nahezu konstant bleiben werden die ausschließlich durch die Verwaltung verursachten Personalkosten. Zum Vergleich: in ähnlich großen NRW-Gemeinden liegt diese Zahl durchschnittlich bei 375 Euro, im Kreisdurchschnitt gar bei 593 Euro.

Zum voraussichtlichen Ergebnis des noch laufenden Jahres 2017 teilte Manuel Deitert zum Abschluss seiner Ausführungen mit, dass die Finanzrechnung nach einem ursprünglich kalkulierten Defizit von 1.561.000 Euro wahrscheinlich mit einem deutlich moderateren Minus in Höhe von rund 160.000 Euro abschließen wird, die Ergebnisrechnung voraussichtlich mit einem Minus von 281.000 Euro. In den kommenden Wochen wird der Haushalt 2018 nun in den Fraktionen und Ausschüssen beraten. Endgültig verabschiedet werden soll das umfangreiche Zahlenwerk in der öffentlichen Gemeinderatssitzung am 20. Dezember um 17 Uhr im RekenForum, zu der alle interessierten Bürgerinnen und Bürger willkommen sind. (hh)

˃ Sämtliche Detailinformationen des Haushaltsplanes 2018 sind in einer PowerPoint-Präsentation (9,9 MB) grafisch aufgearbeitet worden und für jeden Bürger abrufbar.