04.12.2018

Hallo und Bonjour

 

Seit 1998 unterhält das Gymnasium der Mariannhiller Missionare Maria Veen einen engen Kontakt zum 80 Kilometer nördlich von Paris gelegenen Collège Crèvecœur-le-Grand in der Provinz Picardie. Gegenseitige jährliche Besuche über je eine Woche zwischen den beiden Bildungseinrichtungen sind seither zur Tradition geworden, und durch den regen Austausch entstanden viele nette Freundschaften. Mit ihrer Lehrerin Audrey Vetter machten sich 48 französische Jugendliche jetzt erneut auf den 550 Kilometer weiten Weg in Richtung Münsterland. Nach einer 8stündigen Busfahrt kam die Gruppe am letzten Dienstag im November in Maria Veen an.

Beim Besuch der Schülerinnen und Schüler vom Collège Crèvecœur-le-Grand am Gymnasium Maria Veen wird auch gemeinsam gebacken.

Nach einem großen „Hallo“ und „Bonjour“ wurden die 48 Gäste der 4ème und 3ème im Alter von 12 bis 14 Jahren auf die Familien von Schülerinnen und Schülern aus den Klassen 8 und 9 aufgeteilt, wobei die Konversation teils auf Französisch und Deutsch, mit Händen und Füßen und in vielen Fällen auch per Google-Übersetzer erfolgte. Die Woche war mit einem umfangreichen Programm vollgepackt. Am Mittwoch ging es in die Eishalle nach Dorsten, am Donnerstag nach Dortmund ins BVB-Stadion und am Freitag nach Düsseldorf in den Aqua Zoo, in die Altstadt und auf den Weihnachtsmarkt. Mehrmals nahmen die Franzosen auch am Unterricht teil, um Einblicke in das deutsche Schulsystem zu erhalten. Über‘s Wochenende kümmerten sich die Gastfamilien intensiv um die jungen Leute aus dem Nachbarland. Weihnachtsmarktbesuche, Sport, das gemeinsame Essen und Trips in die Umgebung standen hoch im Kurs.

In der Mensa neben der Klosterküche sind Gesellschaftsspiele und das Basteln von festlichen Dekos besonders angesagt.

Am Montag zeigte sich die Schule dann von ihrer adventlichen Seite - die Lehrerinnen Elisabeth Reuver, Susanne Ostendorf und Doris Kötting hatten einen Adventsnachmittag auf die Beine gestellt. Es wurden herrlich duftende Weihnachtsplätzchen in der Klosterküche gebacken, festliche Kleinigkeiten und Dekosachen gebastelt und Gesellschaftsspiele gespielt. Das Resümee: Die Woche ist für alle Beteiligten wie im Flug vergangen, und es entstanden viele neue Freundschaften zwischen den französischen und deutschen Jugendlichen. Jetzt heißt es für die Maria Veener Austauschschüler*innen zu warten, bis sie im kommenden Frühjahr endlich zum Gegenbesuch nach Frankreich fahren dürfen. (hh)