12.04.2018

Hallenzeiten werden neu vergeben

In Reken gibt es fünf gemeindeeigene Sporthallen, und zwar am Rathaus (Kirchstraße 18), am Vereins- und Bildungszentrum (Overbergstraße 11),  an der Antoniusschule (Buttstegge 8), an der Ellering-Schule (Stephanstraße 7) und an der Sekundarschule Hohe Mark (Wilhelmstraße 21). Für eine Kommune der Größenordnung von Reken ist das eigentlich ein recht großes Angebot, angesichts der verlängerten Schul- und Kitazeiten sowie wachsender Sport- und Gesundheitsangebote in den Vereinen beziehungsweise im Rekener Bildungszentrum zuweilen aber immer noch nicht ausreichend. Oftmals kommt es zu Engpässen bei der Belegung, die fest zementiert ist und es beinahe unmöglich macht, trotz durchaus vorhandener freien Zeiten einen Hallentermin zu bekommen.

Im Verlauf seiner ersten Sitzung in 2018 stimmt der Schul-, Jugend-, Kultur- und Sportausschuss in  der Ellering-Schule einstimmig einer Richtlinie zur Vergabe und Nutzung der gemeindeeigenen Sporthallen zu.

„Das liegt vor allen Dingen daran, dass aufgrund des langjährig bestehenden Hallenbelegungsplans ohne entsprechende Vergaberegularien über viele Jahre eine Unordnung bei der Belegung entstanden ist. Bei besserer Einteilung wären durchaus freie Hallenzeiten vorhanden“, erläutert Bürgermeister Manuel Deitert den Mitgliedern des Schul-, Jugend-, Kultur- und Sportausschusses, und Stefan Nienhaus vom Haupt- und Schulverwaltungsamt fügt hinzu: „Aus diesem Grund und auch aufgrund der Tatsache, dass der SC Reken nach der Fertigstellung des zweiten Kunstrasenplatzes  Trainingszeiten in den Sporthallen zu Gunsten anderer Sportvereine zurückgibt, hat die Gemeindeverwaltung in Kooperation mit dem GemeindeSportVerband erstmals eine Richtlinie zur Vergabe von Hallenzeiten für Trainingszwecke, Sportveranstaltungen und Lehrgänge erstellt.“

Dieser Kriterienkatalog beinhaltet Prioritäten für die Hallenvergabe nach Altersgruppe, Sportart und Teilnehmerzahl mit flexiblen Zeiten und berücksichtigt das gestiegene Sportkurs- und Hallensportangebot. Die Richtlinie legt unter anderem fest, dass bis 16 Uhr grundsätzlich die Schulen bzw. Kitas und von 16 bis 20 Uhr Kinder- und Jugendsportgruppen Vorrang haben. Eine Vergabe zu Trainings- und Übungszwecken ist möglich für die Wochentage Montag bis Freitag. An Samstagen sowie Sonn- und Feiertagen erfolgt die Vergabe in der Regel zur Durchführung von Punktspielen, Wettkämpfen, Lehrgängen und sonstigen sportlichen Veranstaltungen. Nach über 20 Jahren angepasst wird die Gebühr für die Benutzung der Sporthallen, und zwar von 10 €/Stunde auf 15 €/Stunde. Für Rekener Sportvereine und Gruppen bleibt die Nutzung der Hallen weiterhin unentgeltlich, und auch den Gästen der Sportjugendherberge Reken werden die Gebühren auf Vorlage eines Nachweises erlassen.

Die Vereine und Nutzergruppen müssen zukünftig bis zum 30. April eines jeden Jahres ihren Bedarf an Hallenzeiten bei der Verwaltung beantragen. Die Überlassung der Hallenzeiten erfolgt jeweils für den Zeitraum vom 1. Juli bis zum 30. Juni des Folgejahres. Zur Teilnahme an der Neuvergabe der Hallenzeiten, die in der Regel alle drei Jahre erfolgen soll, werden alle bisherigen Nutzer seitens der Verwaltung schriftlich aufgefordert. Die Rückmeldung muß mittels eines einheitlichen Antragsformulars bis zum 30. Mai erfolgen. Die Verwaltung wird die Vergabe der Hallenzeiten unter Berücksichtigung der aufgestellten Richtlinie anschließend in Abstimmung mit dem GSV vornehmen.

Nach den Sachvorträgen wurde die Richtlinie zur Vergabe und Nutzung gemeindeeigener Sporthallen für Trainingszwecke, für Sportveranstaltungen und Lehrgänge vom Schul-, Jugend-, Kultur- und Sportausschuss einstimmig beschlossen. Gleichzeitig stimmten die Mitglieder des Ausschusses einer kompletten Neuvergabe der Hallenzeiten unter Berücksichtigung der neu aufgestellten Kriterien zu. (bv/hh)