16.11.2020

Gedenkfeier zum Volkstrauertag

Zum Volkstrauertag wird regelmäßig und abwechselnd in einem der Rekener Ortsteile eine Gedenkfeier veranstaltet, an der sich traditionell eigentlich alle Schützenvereine der Gemeinde sowie die Soldatenvereine beteiligen. In diesem Jahr war die St. Hubertus Schützenbruderschaft Ausrichter des coronabedingt und hoffentlich ausnahmsweise auf ein Minimum an Teilnehmern reduzierten Festaktes. Lediglich Pastor Thomas Hatwig, der stellvertretende Rekener Bürgermeister Hermann-Josef Wübbeling, Vorsitzender Carsten Strohkamp und Oberst Werner Fragemann von den St. Hubertus-Schützen sowie Trompeter Benedikt Hüppe von der Blaskapelle nahmen an der Zeremonie am Bahnhof Rekener Ehrenmal teil, die übrigens als Video auf Youtube zu sehen ist. Zu den Klängen des Liedes „Ich hatte einen Kameraden“ wurde am Bahnhof Rekener Ehrenmal ein Kranz niedergelegt, um die Erinnerung an die Toten der beiden Weltkriege, an die Corona-Verstorbenen sowie an die Opfer von Schreckensherrschaften und Terrorismus wach zu halten.

Coronabedingt nehmen lediglich Pastor Thomas Hatwig, Brudermeister Carsten Strohkamp, der stellvertretende Bürgermeister Hermann-Josef Wübbeling, Oberst Werner Fragemann und der Blaskapellen-Trompeter Benedikt-Hüppe (v.l.n.r.) an der Volkstrauertag-Zeremonie teil.

Brudermeister Carsten Strohkamp hob nach einer Einleitung durch Thomas Hatwig die n Bedeutung des Volkstrauertages hervor: „Die Zeitzeugen sterben und die Nachkommen der Kriegsgeneration verlieren den Bezug zu vergangenen Ereignissen. Damit genau das nicht passiert, sind Gedenktage wir der Volkstrauertag so wichtig. Heute sollte der Frieden selbstverständlich sein, doch ist er das wirklich? Ich finde nicht. In vielen Ländern setzen sich zunehmend Autokraten durch, die sich nicht gerade durch diplomatisches Verhalten auszeichnen: Offene Drohungen und Säbelrasseln gehören wieder zum politischen Geschäft. Die Außenpolitik mancher Staaten lässt sich bestenfalls chaotisch nennen. Da werden Verbündete brüskiert und Abkommen gekündigt – scheinbar nach Lust und Laune. Der Weltfrieden ist zu einem zerbrechlichen Gut geworden, das wir mehr denn je schützen müssen. Wir müssen Hass, Diskriminierung und Gewalt bereits im Keim ersticken. Lassen Sie uns daher hier und heute bekunden, dass wir nicht den auch in unserem Land immer lauter werdenden Stimmen gehorchen, die Ängste schüren und Gräben vertiefen.“ (hh)

Traditionell am Volkstrauertag erinnern die Schützen- und Soldatenvereine der Gemeinde Reken an die Toten der Weltkriege sowie an die Opfer von Schreckensherrschaften und Terrorismus.