21.11.2020

Fair Mobil an der Sekundarschule

Schule anders erleben – das ist der Anspruch des Programms „Stark im MiteinanderN“, das partnerschaftlich von der Westfälischen Provinzial Versicherung, dem Jugendrotkreuz Westfalen-Lippe, der Schulpsychologischen Beratungsstelle der Stadt Münster sowie dem Arbeitskreis soziale Bildung und Beratung entwickelt wurde. Mit dem Fair Mobil, einem von insgesamt vier Programmbausteinen, haben die Partner*innen ein Angebotspaket geschnürt, das Lösungsansätze für eine konstruktive Konfliktkultur bietet. Am vorletzten Freitag im November machte das Fair Mobil an der Sekundarschule Hohe Mark halt. 52 Schüler*innen durchliefen insgesamt acht erlebnispädagogische und gewaltpräventive Stationen.

Das Fair Mobil und sein Team machen an der Sekundarschule Hohe Mark in Bahnhof Reken Station.

Das mobile Einsatzfahrzeug enthält verschiedene Parcoursstationen voller Ideen, Themen und Aktionen. In Gruppen wurden mit Schülerinnen und Schülern der SKHM Wahrnehmungs- und Diskussionsübungen sowie Erlebnisspiele durchgeführt, die ihnen die Möglichkeit boten, gemeinsam Aspekte positiven sozialen Verhaltens zu erleben. Sensibilisierung für Gewalt und Konflikte im Schulalltag, Förderung von Kooperation sowie Aggressions- und Spannungsabbau standen als Ziele des Erlebnisparcours  im Vordergrund.

Die Schüler*innen erlebten aber auch, dass Schule Lernmöglichkeiten und Erfahrungsräume außerhalb des Unterrichts eröffnet. Spielerisch in der Bewältigung gestellter Aufgaben, in kurzen Diskussionen oder im Rahmen erlebnispädagogischer Elemente tauschten sie unterschiedliche Werthaltungen aus, entwickelten alternative Handlungsideen oder erprobten aktiv kooperative Fähigkeiten. Das Angebot ist als Anstoß zu sehen. So erfolgt im Anschluss an den Stationenparcours eine Auswertung sowohl im Klassenverband als auch mit den Lehrkräften. Schließlich dient die Aufstellung weiterer Schritte als Hilfestellung und Impuls zur Fortführung.

Smartphones, Chatrooms und soziale Netzwerke sind aus dem Schüler*innenalltag nicht mehr wegzudenken. Daher verlagern sich Phänomene wie Mobbing auch in digitale Medien und finden unter dem Begriff „Cybermobbing“ zunehmend an Schulen statt. So werden Kinder und Jugendliche selbst in ihrem geschützten Bereich, dem Zuhause, erreicht. Gewalt im Zusammenhang mit der virtuellen Welt wird dann zu einem realen Problem. Daher bietet das Fair Mobil auch in seinem Pool einige Parcoursstationen, die sensibilisieren und Kompetenz in Bezug auf einen sicheren Umgang mit digitalen Medien fördern. Spielerisch setzten sich die Sekundarschüler*innen an diesen Stationen mit heiklen Themen wie zum Beispiel dem Cybermobbing, der Datensicherheit, der Anonymität und dem fairen Miteinander in der virtuellen Welt auseinander. (pi/hh)