17.06.2019

Fahrsport auf hohem Niveau

Analog zur Vielseitigkeit im Reiten sind auch im Fahrsport drei Disziplinen zu absolvieren. Von Richtern bewertet wird die Dressur, bei der im Viereck vorgeschriebene Hufschlagfiguren in den verschiedenen Gangarten zu absolvieren sind. Beim Hindernisfahren durch Kegel wie in der Geländeprüfung über natürliche und künstliche Hindernisse kommt es hingegen darauf an, den Parcours in schneller Zeit zu absolvieren und möglichst wenige Strafpunkte zu sammeln. Ungekrönte Könige eines Fahrturniers sind die Sieger in den kombinierten Prüfungen, die Punktbesten in der Gesamtwertung nach allen drei Durchgängen.

Gewicht verlagern und nach dem Wall gleich mit vollem Speed rum um die Kurve.

Nachdem der traditionelle Fahrertag des Reit- und Fahrvereins Reken im letzten Jahr mangels ausreichender Teilnehmerzahlen abgesagt wurde, so mußte er in diesem Jahr aufgrund hoher Nennungszahlen erstmalig an zwei Tagen ausgetragen werden. Nicht weniger als 80 Fahrerinnen und Fahrer hatten über 100 Pferde und Ponys für die 24 Prüfungen des Rekener Kutschen-Wochenendes gemeldet! Ermittelt wurden die besten Gespanne in den Sparten Einspänner Pferde, Einspänner Ponys sowie Zweispänner Pferde und Zweispänner Ponys. Die Teilnehmer*innen aus der ganzen Region sorgten für spannende Wettbewerbe, so recht nach dem Geschmack der zahlreich anwesenden Fans des Geschirrsports.

Für den Nachwuchs geht es beim Rekener Fahrturnier um Punkte für die Qualifikation zum Nachwuchscup Münsterland.

Los ging es am Samstag mit der Dressur, die den „Kutschern“ gleich zum Auftakt großes Einfühlungsvermögen beim Umgang mit der Fahrleine abverlangte. Im Anschluss an dieses „Ballett auf vier Beinen“ mussten die fein herausgeputzten Gespanne ihre Geschicklichkeit in schnellstmöglicher Zeit bei einer Hindernisprüfung unter Beweis stellen, bevor am Sonntag dann noch die spektakuläre Geländestrecke über die gesamte Anlage des Vereins führte. Es ging über einen mächtigen Wall, vorbei an kniffligen Hindernissen und quer durch einen Teich, erstmals auch über den Springplatz und durch die große Reithalle. Danach glühten die Laptops der Punktrichter. In separaten Wertungen wurden die Champions durch Addition aller gezeigten Leistungen und nach Abzug der eingehandelten Strafpunkte ermittelt.

Viel Action: Die spektakuläre Geländestrecke des RFV Reken  führt die Gespanne auch durch einen Teich.

Nach dieser Prozedur konnten sich vier Kutschfahrer als Sieger in der Kombination feiern und auszeichnen lassen. In der Kategorie Einspännern Ponys holte sich Saskia Oskamp (RFV Wettringen) den Titel, bei den Einspännern Pferde Bernhard Telgmann vom Kutschenclub Altenberge. Bei den Zweispännern Ponys gelang dies Svenja Wiethmann von der RZFG Herdecke-Ende, und bei den Zweispännern Pferde schließlich kassierte Erich Robert von den Altenberger Kutschern die begehrte goldene Schleife. Schwer in dieser hochkarätigen Konkurrenz mit Spitzenfahren aus ganz NRW hatten es die einheimischen Vertreter. Die besten Ergebnisse aus Rekener Sicht erzielten Andreas Meetz (Zweispänner Pferde) als Drittplatzierter in der Kombination sowie die Nachwuchsfahrerin Cäcilia Gerwert (Zweispänner Ponys), die es in der ersten Qualifikation zum Jugend-Cup Münsterland auf den guten vierten Rang schaffte. (hh)