12.04.2019

Erst Frühjahrsputz, dann Mühlenbrot

Das Gelände rund um die 1807 in Betrieb genommene Rekener Turmwindmühle mit der 1972 eingerichteten Ausstellung „Vom Säen zum Ernten“ hat sich im Laufe der Jahre zu einem ansehnlichen und über die Gemeindegrenzen hinaus bekannten Freilichtmuseum entwickelt. Neben dem "Backhues", in dem bei besonderen Gelegenheiten Brot gebacken wird, können noch eine "Immenschur" (Bienenhaus), das "Pütthues“ (Kühlbrunnen), zwei Remisen und die zum Schutz gegen Nager auf Trapezsteinen ruhende "Museschoppe" (Kornspeicher) besichtigt werden. Inklusive aller landwirtschaftlichen Großgeräte und bäuerlichen Werkzeuge selbstverständlich, die sich in und an den alten Gebäuden sowie in der Windmühle befinden.

Alle Gebäude und Geräte des Heimatmuseums an der Windmühle werden beim Frühjahrsputz gesäubert.

Wie in jedem Jahr trafen sich rund zwanzig, zumeist ältere Mitglieder des Heimatvereins zum Frühjahrsputz am Wahrzeichen der Gemeinde, um das Areal nach dem Winter vom Laub zu befreien, alle Exponate gründlich zu reinigen und einzufetten und die Gebäude auf Vordermann zu bringen. Gesäubert und vom Unkraut befreit wurden auch alle Wege und sämtliche Beete, während die Bänke, die Infotafel am Eingang und diverse Holzflächen einen neuen Anstrich erhielten. Als die Arbeiten nach mehreren Stunden erledigt waren, wurde zum Ausklang ein deftiges zweites Frühstück gereicht. Ehefrauen von Vereinsmitgliedern servierten in der Mühle dazu noch warme und herzhaft duftende Bauernbrote, die Tim Hensel kurz zuvor im „Backhues“ aus dem Ofen geholt hatte.

Klar, dass man auch die Wege von Unkraut befreit und auf Vordermann bringt.

Ein Schnäpschen durfte nicht fehlen, und jeder Helfer konnte ein frisches Brot als Dankeschön mit nach Hause nehmen. Sehr zufrieden mit der Aktion zeigte sich Georg Holthausen, der Mühlenbeauftragte des Heimatvereins. „Alles ist tiptop für die Sommersaison hergerichtet, die am 1. Mai startet und bis Ende Oktober andauert“, stellt er fest und fügt mit Stolz hinzu: „Im Vorjahr haben sich in der Mühle 75 Paare das Ja-Wort gegeben, und um die 1.000 Menschen nahmen an unseren Führungen teil. Aufgrund der bereits jetzt vorliegenden Anmeldungen von Gruppen aus der näheren und weiteren Umgebung kann man davon ausgehen, dass wir in 2019 zumindest ebenso viele Gäste auf dem Möll’nberg begrüßen können. Viele Interessenten finden  übrigens durch die Jugendherberge, die Tourist-Info und über die Webseite „reken.de“ den Weg zur Mühle. “ (hh)

Jeder Helfer kann sich ein Brot als kleines Dankeschön mit nach Hause nehmen, am Vormittag im Backhues aus dem Ofen geholt.

Öffnungszeiten und Führungen
Windmühle und Heimatmuseum sind während der Monate Mai bis Oktober an allen Sonn- und Feiertagen von 14.30 bis 18.00 Uhr für Besucher geöffnet. Die Führungen dauern circa eine Stunde. Auf Anfrage sind Führungen auch an anderen Tagen/zu anderen Uhrzeiten möglich. Kontakt: Mühlenbeauftragter Georg Holthausen, Tel. 02864/2030.

Mühlen-Events 2019

  • Montag, 6. Mai, 19 Uhr: Maisingen
  • Samstag, 18. Mai, 17 bis 23 Uhr: „Musikschule-Extraschicht“ - Konzert der Musikschule Borken mit verschiedenen Ensembles auf dem Mühlengelände
  • Pfingstmontag, 10. Juni, 11 Uhr: Deutscher Mühlentag
  • Samstag, 10. August, 14 Uhr:  Große Radtour mit anschließendem Biwak an der Windmühle
  • Sonntag, 8. September, 11 Uhr: Tag des offenen Denkmals