09.09.2020

EnergieAgentur.NRW zeichnet Kita St. Heinrich aus

Der Kindergarten St. Heinrich in Reken hat die richtigen Weichen gestellt: Die Erzieherinnen entwickelten gemeinsam mit den Kindern ein Bewusstsein für den Klimaschutz und haben sich auf den Weg zur KlimaKita gemacht. Im Rahmen des Projektes KlimaKita.NRW der EnergieAgentur.NRW haben die Kinder das Thema für sich entdeckt und spielerisch viel darüber gelernt. Durch kindgerechte Bildung zum Thema „Klima“ können bereits für Kita-Kinder Ursachen, Prozesse und Auswirkungen des Klimawandels erfahrbar und die Bedeutung von Klimaschutz anschaulich gemacht werden. Die aktuelle Corona-Pandemie macht zudem gerade besonders deutlich, dass es auf das Verhalten jedes Einzelnen ankommt und dass dieses eine große Wirkung auf das weltweite Geschehen hat.

Für die erfolgreiche Umsetzung des Projektes wurde der Kindergarten St. Heinrich jetzt von der EnergieAgentur.NRW und dem NRW-Wirtschaftsministerium ausgezeichnet. Er ist damit eine weitere Einrichtung aus dem Münsterland, die zur KlimaKita.NRW ernannt wurde.

Der Umweltgedanke zieht sich bereits seit Jahren durch den gelebten Alltag des Kindergartens. Wie spart man am effektivsten Energie und wie funktioniert das eigentlich mit dem Strom aus Sonnenkraft? Unter anderem auf diese Fragen erhalten die Kinder eine Antwort. Zudem beschäftigen sie sich mit den Themen Wasserkraft, Bioenergie und Abfallvermeidung sowie Re- und Upcycling. Die Gemeinde stellt dem Kindergarten St. Heinrich für bestimmte Aktivitäten verschiedene Räumlichkeiten zur Verfügung, wie zum Beispiel einen Werkstattraum für Nistkastenbau oder eine Aula für die Puppenbühne Papiermond mit dem Theaterstück „Der König und sein Daumen“. In der alten Windmühle in Reken haben die Kinder gemeinschaftlich mit ihren Eltern im Backhaus Brot auf glühendem Holz gebacken. Auch in Corona-Zeiten haben die Kinder vom Kindergarten Blumenerde und Saatgut für zu Hause bereitgestellt bekommen. „Besonders fasziniert waren die Kinder vom Fahrradfahren und dass sie damit selbst Energie erzeugen konnten“, berichtet Hedwig Niewerth, Leiterin der Einrichtung. Eine Firma aus Coesfeld hatte ein Fahrrad gespendet. Dieses wurde mithilfe eines Elektrikers aus der Nachbarschaft so umgebaut, dass die Kinder damit Strom erzeugen konnten, um kleinere Geräte zu betreiben.

Aus eigener Kraft Energie erzeugen begeisterte die Kinder.

"Die Aktivitäten der Kinder sind sehr vielfältig und sie geben begeistert ihre Klimaschutz-Ideen auch an die Eltern und Großeltern weiter. Wiederverwertung, fairer Handel, Lebensmittel aus der Region, Energiewandlung aus erneuerbaren Energien oder das Energiesparen – all das sind Themen, mit denen Kinder direkt die komplexen Zusammenhänge unserer Welt begreifen lernen“, erklärt Reiner Schulz, der als Vertreter des NRW-Wirtschaftsministeriums die Bewerbung gemeinsam mit der EnergieAgentur.NRW begutachtet hatte. Die Vertreter des Landes wollten trotz der besonderen Pandemie-Situation die Ehrung der Kita vornehmen, wenn auch anders, als ursprünglich geplant. Der Kita wurde in kleiner Besetzung eine Urkunde und eine Plakette für die Außenfassade übergeben, natürlich unter Einhaltung der gegebenen Abstands- und Hygieneregeln. (pd)

In kleinem Rahmen wurden die Urkunden und die Plaketten für beide Kita-Standorte übergeben.