05.08.2018

Ein Volltreffer: Treckermesse auf dem Acker

An die 100 Trecker, Ackerschlepper, Häcksler, Drescher, Trampeltrecker für Kinder und weitere landwirtschaftliche Maschinen stehen nebeneinander im Halbkreis auf dem Acker neben dem Groß Rekener Paradeplatz, in Reih und Glied zur Coesfelder Straße hin ausgerichtet. Davor sind Sitzreihen aus Holzbänken und Quaderballen unter einem luftigen Zeltdach angeordnet, direkt vor einem mit einem weißen Tuch, mit Blumen und kleinen Spielzeugtreckern dekorierten Altar aus Stroh.

Mehrere hundert Bürgerinnen und Bürger sind beim ersten Familien-Gottesdienst mit Treckersegnung auf dem Acker neben dem Groß Rekener Paradeplatz dabei.

„Du Bernd, sollen wir nicht einmal, wie in einigen anderen Gemeinden der Umgebung üblich, eine Familienmesse mit Treckersegnung unter freiem Himmel veranstalten?“ Diese Frage stellte Pastor und KLJB-Präses Thomas Hatwig vor einigen Wochen an Bernd Schwering, den Vorsitzenden der Katholischen Landjugendbewegung in Reken. Der fand die Idee gut und ging zusammen mit seinen Kolleginnen und Kollegen, dem Landwirtschaftlichen Ortsverein und den Landfrauen der Gemeinde sofort an die Organisation und Umsetzung. Wie sich am ersten August-Sonntag zeigt, sind auch mehrere hundert Bürgerinnen und Bürger von der Premiere angetan.

Pastor Hatwig hält die Messe an einem festlich dekorierten Altar aus Strohballen.

Schon weit vor dem Start des Gottesdienstes werden die Schattenplätze rar, und als die Blaskapelle die Zeremonie um 11 Uhr mit dem Lied „Gott wir loben Dich“ eröffnet, ist die Kulisse absolut perfekt. „Wir feiern die heutige Familienmesse nicht nur, um das Blech der Trecker, sondern auch deren Nutzer zu segnen. Zudem bitten wir um Regen, den die Landwirtschaft nach mehreren Monaten der Trockenheit dringend benötigt“, stellt Thomas Hatwig fest, bevor er den Nachwuchs im Publikum in das Thema einbindet und ganz locker zu den Voraussetzungen für das Pflanzenwachstum befragt.

Mit Hilfe des Messdieners Fabian Schwering segnet Thomas Hatwig die landwirtschaftlichen Fahrzeuge.

Gleich nach Beendigung der von den meisten Anwesenden mit anhaltendem Applaus gewürdigten Outdoor-Messe macht sich der bürgernahe Pastor der Kirchengemeinde St. Heinrich mit dem Weihwassergefäß und der Hilfe des Messdieners Fabian Schwering auf den Weg, um jedes umstehende Gefährt zu besprengen. „Thomas, Thomas, vergiss mein Tretauto nicht!“ „Als wenn ich dich vergessen würde“, antwortet Thomas Hatwig, bevor er alle Kindertrecker neben den vielen großen Fahrzeuge segnet. Beendet ist die Veranstaltung damit nicht - viele Besucher unterhalten sich noch über Stunden am Getränkewagen und am Grillstand der Landfrauen, zumeist über die gelungene erste Rekener Treckermesse und über das tropische Wetter. (hh)