14.06.2018

Eigene Grenzen überwinden

„Es hat mir sehr gut gefallen! Alles war super-mega-toll“, strahlt Carolin Seggewiss, während sie vom 1. Nationalen Paraclimbing-Wettbewerb berichtet. Die junge Frau hat mit dem „Team Benediktushof“ daran teilgenommen – zusammen mit einer weiteren Klientin aus dem Ambulant Betreuten Wohnen, zwei Bewohnerinnen aus dem Haus Don Bosco sowie zwei Begleitern. Paraclimbing bezeichnet das Sportklettern für Menschen mit Behinderung im Indoorbereich. Rund 75 Kletterer aus ganz Deutschland, mit unterschiedlichen Behinderungen wie Amputationen, geistiger Behinderung, Blindheit, neurologisch bedingter Behinderung oder Rollstuhlgebundenheit, nahmen an dem Wettkampf in Karlsruhe teil.

Teamleiter Christoph Hartkamp (r.) präsentiert die Benediktushof-Mannschaft beim 1. Nationalen Paraclimbing-Wettbewerb im Karlsruhe.

Auch die Gruppe aus Maria Veen kraxelte bis zu 13 Meter hohe Wände empor. Christoph Hartkamp, Mitarbeiter im Benediktushof und Kletterbetreuer im Deutschen Alpenverein Bocholt, freut sich nicht nur über die respektablen Ergebnisse seines Teams. Mit seiner Kollegin Catarina Dickmann beobachtete er, wie die Teilnehmerinnen immer wieder die eigene Scheu überwanden und bereit waren, persönliche Grenzen zu überschreiten. So wie Carolin Seggewiss, die schon als Jugendliche im Benediktushof mit dem Klettern begonnen hat. Sie sagt voller Stolz: „Ich bin in Karlsruhe über mich hinausgewachsen, habe mich viel getraut und sogar einige Techniken besser hinbekommen als sonst!“

Der Benediktushof bietet seit zehn Jahren in Kooperation mit dem DAV Bocholt etwa monatliche Klettertouren für Menschen mit Behinderungen an. Auch Menschen ohne Behinderungen aus dem Raum Reken/ Heiden können die Angebote nutzen. Nähere Informationen erteilt Christoph Hartkamp unter der Adresse ch.hartkamp@benediktushof.de. (pi/hh)