20.03.2020

Der Erste Beigeordnete Gottfried Uphoff bleibt sechs weitere Monate im Amt

Gemäß § 32 Landesbeamtengesetz NRW kann der Eintritt in den Ruhestand auf Antrag eines Beamten um bis zu 3 Jahre hinausgeschoben werden, wenn dies im dienstlichen Interesse liegt. Diese Bereitschaft von Gottfried Uphoff, Erster Beigeordneter der Gemeinde Reken, liegt vor und das dienstliche Interesse ist aufgrund der derzeitigen Corona-Pandemie mehr als belegt. Einstimmig wurde vom Haupt- und Finanzausschuss im Wege des Dringlichkeitsbeschlusses am 19. März daher beschlossen:

  1. Das Verfahren zur Neubesetzung der Stelle der/des Ersten Beigeordneten wird zeitlich befristet ausgesetzt.
  2. Die Beschäftigungszeit des Ersten Beigeordneten Gottfried Uphoff wird um 6 Monate verlängert (31. Oktober 2020).

Der 1. Beigeordnete Gottfried Uphoff (r.) bleibt „an Bord“ und bildet zusammen mit Bürgermeister Manuel Deitert (l.) für weitere sechs Monate die Verwaltungsleitung der Gemeinde Reken.

Durch die aktuelle Corona-Pandemie und die hieraus resultierenden einschneidenden Maßnahmen für Bevölkerung und Betriebe einschließlich Verwaltungen und sonstigen Dienstleistern ist eine besondere Problemlage auch in der Gemeinde Reken entstanden. Dies bedeutet ganz konkret, dass auch Gremiensitzungen des Gemeinderates und die nächsten Ausschusssitzungen höchstwahrscheinlich aufgrund der besonderen Infektionsgefahr nicht mehr termingerecht stattfinden können. Insofern war in den jetzt einberufenen Ausschusssitzungen das Nötigste zu regeln, um wichtige Entscheidungen als Dringlichkeitsentscheidungen durch den Haupt- und Finanzausschuss zu treffen.

Die Verwaltungsleitung ist mit dem Bürgermeister und dem Ersten Beigeordneten im Krisenteam der Gemeindeverwaltung Reken federführend involviert. Hier werden die entsprechenden Entscheidungen mit der Leitung des Personalamtes und des Ordnungsamtes aufgrund der Corona-Krise getroffen. Die Funktions- und Arbeitsfähigkeit dieses Krisenstabes ist unbedingt im Sinne des Bevölkerungsschutzes zu sichern. Daher ist die Neubesetzung der Beigeordnetenstelle mit einer entsprechenden Einarbeitung und einer ggf. verzögerten Arbeitsaufnahme der/des neuen Beigeordneten zurzeit nicht angezeigt und im Interesse einer funktionierenden Verwaltung zu vermeiden. Im persönlichen Gespräch zwischen dem Bürgermeister und dem Ersten Beigeordneten hatte Gottfried Uphoff vorab seine Bereitschaft erklärt, über den Zeitpunkt des Erreichens der Regelaltersgrenze (30. April 2020) hinaus seine Beschäftigungszeit um 6 Monate zu verlängern. (bv/hh)