08.06.2018

Alte Kirche: Sanierung und neue Sakristei

Die Kirche St. Simon und Judas ist ein besonderes Schmuckstück in Reken und prägt als Wahrzeichen das Wappen der Gemeinde Reken. Die 1187 eingeweihte Wehrkirche wird in letzter Zeit wieder vermehrt für Hochzeiten, Beerdigungen und Gottesdienste genutzt. Bereits 2010 haben sich die Gottesdienstbesucher in einer Abstimmung dafür ausgesprochen, Werktagsgottesdienste nicht mehr in St. Heinrich (450 Sitzplätze), sondern vermehrt in der intensiveren Atmosphäre der Alten Kirche (90 Sitzplätze) feiern zu wollen.

Die Alte Kirche wird zukünftig deutlich mehr für Beerdigungen, Hochzeiten und für Gottesdienste genutzt.

Im Jahr 1969 wurde ein Großteil der Kirche in Trägerschaft des Kreises Borken als sakrales, kirchengeschichtliches Museum eingerichtet, das vor Ort durch die Gemeinde Reken sowie den Heimatverein betreut wird. Die Gemeinde Reken trägt gemäß Vereinbarung aus dem Jahr 2002 die laufenden Kosten für die Versicherung der Ausstellungsgegenstände, das Aufsichtspersonal sowie die Hälfte der laufenden Bewirtschaftungskosten. Außerdem hat sich die politische Gemeinde in den zurückliegenden Jahren durch Zuschussgewährung an  Investitionskosten beteiligt.

Mit Schreiben vom 20. Februar 2018 hat die Zentralrendantur der Katholischen Kirchengemeinden im Dekanat Borken der Gemeindeverwaltung im Auftrag der Kirchengemeinde St. Heinrich Reken mitgeteilt, dass eine Sanierung der Außenfassade, des Daches und der durch wucherndes Wurzelwerk beschädigten Entwässerungsleitungen und Fundamente dringend erforderlich seien. Außerdem werde beabsichtigt, eine seit längerem gewünschte Toilette für Besuchergruppen und Kirchenbesucher anzubauen. Die barrierefreie Toilette soll um eine Sakristei ergänzt werden, die es am Südschiff der Kirche bereits einmal gegeben hat.

„Im Zuge der Sanierungs- und Baumaßnahmen müssen drei Bäume entfernt und Gehölzrückschnitte vorgenommen werden“, teilt Bernhard Heltweg vom St. Heinrich-Kirchenvorstand den Damen und Herren des Haupt- und Finanzausschusses am 7. Juni mit und fügt hinzu: „Dafür wird es eine Ersatzanpflanzung  im Umfeld der Waldkapelle geben. Geplant ist, dass die Bauarbeiten im Herbst dieses Jahres beginnen. In einem zweiten, noch nicht näher definierten Schritt soll voraussichtlich ab dem Jahr 2020 die Sanierung des Innenraumes der Kirche folgen.“

Nach intensiven Gesprächen zwischen der Kirchengemeinde St. Heinrich, der Zentralrendantur Borken, dem Bischöflichen Generalvikariat sowie der Gemeinde Reken ist mit Gesamtkosten in Höhe von 480.000 Euro für den ersten Bauabschnitt zu rechnen. Die vorbehaltlich des erforderlichen Ratsbeschlusses ins Auge gefasste Beteiligung der Gemeinde an den Sanierungskosten mit einem Betrag von bis zu 150.000 Euro solle gegen Vorlage entsprechender Rechnungen erfolgen, so der Vorschlag der Verwaltung.