07.10.2019

Alles eine Frage der Gewöhnung

Eine neue Kultur kennenlernen, eigene Sprachkenntnisse verbessern, den europäischen Gedanken selbst erleben: Das ist das Ziel eines Schüleraustausches und dies betonte auch Michael Lebe, stellvertretender Schulleiter der Sekundarschule Hohe Mark, bei der Verabschiedung der französischen Gäste. Zum dritten Mal in Folge besuchte eine Gruppe aus 19 Schülerinnen und Schülern aus dem nordfranzösischen Crécy-en-Ponthieu die SKHM und erkundete eine Woche lang den Alltag ihrer Austauschpartner, die Schule und die Region.

Die jungen Teilnehmer aus den Klassen 6 und 7 der Sekundarschule Hohe Mark verstehen sich prächtig mit 19 Schülerinnen und Schülern aus dem nordfranzösischen Crécy-en-Ponthieu.

Neben der Teilnahme am regulären Unterricht unternahm die Gruppe nämlich Ausflüge in die Umgebung. So erkundeten sie in Lüdinghausen die mittelalterliche Burg Vischering, erarbeiteten in kooperativen Spielen, geleitet vom Biologischen Zentrum des Kreises Coesfeld, verschiedene Ziele für den Klimaschutz und stellten sich den Herausforderungen einer Waldrallye und des Niedrigseilgartens am Schloss Raesfeld. Aber auch in der Schule erlebten die Teilnehmer ein buntes Programm. Mit Detektivspielen und sportlichen oder kulinarischen Workshops wurden ihre Kommunikationsfähigkeit und Kreativität auf die Probe gestellt. Das Wochenende verbrachten die französischen Schülerinnen und Schüler in ihren Rekener Gastfamilien und konnten hier zum Beispiel den Kölner Dom, den Wildpark Frankenhof oder die Veltins-Arena in Gelsenkirchen erkunden.

Auch ohne große Fremdsprachenkenntnisse kann man Spiele machen oder Ausflüge zu spannenden Zielen in der Region.

Dank der fürsorglichen Gasteltern und des engagierten Einsatzes der Lehrerinnen und Lehrer an der SKHM konnten die französischen Kinder auch ohne großes Heimweh den einwöchigen Aufenthalt an der SKHM überstehen. Selbst die überwiegend jungen Teilnehmer aus den Klassen 6 und 7 zeigten, wie man auch mit wenigen Fremdsprachenkenntnissen Freundschaften schließen und den kleinen „Kulturschock“ überwinden kann. So verkündete Lucie, Austauschpartnerin der Achtklässlerin Isabel, freudestrahlend am Ende ihrer Reise: „On s’habitue vite!“ (man gewöhnt sich schnell ein).

Dementsprechend fiel auch bei der Abreise der französischen Freunde am Mittwoch, 2. Oktober, der Abschied aus: feste Umarmungen und Päckchen mit Abschiedsgeschenken wurden ausgetauscht. Das Wiedersehen findet bereits im März 2020 statt, wenn die Schülerinnen und Schüler der SKHM ihre Fahrt nach Frankreich antreten. (pi/hh)