13.09.2017

Ahoi, Britta Demes!

Nach Marianne Barisch (1949-1980), Karl-Heinz Kiese (1980 bis 1985), Alfons Voss (1985-2005) und Edith Dirks (2005-2017) wurde die zuvor als Konrektorin in Maria Veen wirkende Sonderpädagogin Dr. Britta Demes zur fünften Schulleiterin der 1924 gegründeten Brückenschule ernannt. Zu diesem Anlass hatte sich das Forum der LWL-Förderschule durch eine entsprechende Dekoration in ein Schulschiff verwandelt. An Bord waren alle „Matrosen“ (die Schülerinnen und Schüler), die Crewmitglieder (das Kollegium), einige Passagiere (Ehrengäste) und natürlich die neue „Kapitänin“ Britta Demes mit ihrem „Schiffsführer-Patent“ (Ernennungsurkunde), humorvoll überreicht durch die Schulamtsdirektorin Carolin Ischinsky.

Die Schulamtsdirektorin Carolin Ischinsky (r.) überreicht der neuen „Brückenschul-Steuerfrau“ Britta Demes (l.) ihr „Kapitänspatent“, sprich die Ernennungsurkunde zur Schulleiterin.

Bevor die „Steuerfrau Demes“ das Ruder endgültig übernahm, wurde sie im Rahmen einer kleinen Feierstunde mit Tanz und Gesang auf der Kommandobrücke des Brückenschulschiffes begrüßt. Die Sonderschullehrerin und Moderatorin Heike Leopold beleuchtete die Aufgaben einer Kapitänin mit viel Witz und stellt die Ehrengäste vor. Die Schulpflegschaftsvorsitzende Beatrix Jansen überbrachte ihre Glückwünsche ebenso wie Rainer Lutterbüse, der Leiter der Schulverwaltung des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe. Ulla Borchel schließlich überreichte einen Rettungsring mit den Unterschriften der ganzen Schulgemeinschaft.

Britta Demes übernimmt das Kommando auf der Brücke des Maria Veener „Schulschiffes“.

Dann war es an der Zeit, dass Dr. Britta Demes mit ihrem Schulschiff den Hafen verließ und erstmals auf große Fahrt ging. „Menschen, die einen ermutigen und glücklich machen, sind echte Schätze. Ich bedanke mich an dieser Stelle ganz besonders bei Edith Dirks, von der ich ganz viel gelernt hab und von der ich eine ganz tolle Schule übernehmen darf“, sagte die früher unter anderem als Autismus-Koordinatorin des Landes NRW und der Bezirksregierung Münster sowie als Lehrbeauftrage für Körperbehindertenpädagogik an der Uni Würzburg tätige Schulleiterin und ergänzte: „Danke an euch allen. Ich freue mich sehr, dass ich eure neue Schulleiterin sein darf und dass wir das Brückenschulschiff gemeinsam durch stürmische Zeiten steuern werden! Ich freu mich sehr darauf!“(hh)

Für stürmische Zeiten bekommt die Schulleiterin von der ganzen Schulgemeinschaft einen Rettungsring zur Amtseinführung geschenkt.

Infos zur Brückenschule

Die Brückenschule Maria Veen ist eine der ältesten Schulen für Menschen mit körperlichen Beeinträchtigungen – bereits 1924 wurde sie gegründet. Es ist spannend nachzuvollziehen, wie sich aus einer „Heimsonderschule“ mit 15 Schülerinnen eine große, moderne und zeitgemäße Schule entwickelt hat. Die Brückenschule beschult Kinder und Jugendliche mit körperlichen Beeinträchtigungen und Schülerinnen und Schüler mit Autismus. Die Bandbreite ist groß. Auf der einen Seite haben ca. 15 % der 165 Schülerinnen und Schüler eine komplexe Behinderung, auf der anderen Seite wird ein Drittel unserer Schülerinnen und Schüler nach den Richtlinien der allgemeinen Schule unterrichtet, d.h. sie machen hier einen ganz normalen Schulabschluss (10A oder auch 10B). Das Kollegium ist riesig – Lehrkräfte, Physiotherapeutinnen, Ergotherapeutinnen, Krankenschwestern und Pflegekräfte bilden ein multiprofessionelles Team.