07.09.2019

10.200 Runden für den guten Zweck

Schon wenige Minuten, nachdem die letzten Teilnehmer am 9. Rekener 24-Stunden-Spendenlauf ins Ziel gekommen und elektronisch erfasst sind, kann der Organisator und Ideengeber Rainer Kauczor ein tolles vorläufiges Resultat bekannt geben. „Insgesamt 1.400 Läufer, Walker, Rollifahrer, Geher und Handbiker jeglichen Alters haben auf dem 2,4 Kilometer langen Kurs zusammen rund 25.000 Kilometer zurückgelegt. Ein solches Ergebnis ist bisher noch nicht oft erreicht worden, liegt nicht weit entfernt von der 2018-er-Bestmarke mit 26.100 Kilometern“, verkündet der immer noch aktive 63-jährige Weltenbummler in Sachen Extremsport, der sich gleichzeitig bei den Aktiven, den Sportfreunden Klein Reken, den vielen weiteren Helfern sowie bei den Sponsoren und Unterstützern seiner karitativen Veranstaltung bedankt.

Gleich geht’s los - in wenigen Augenblicken startet Initiator Rainer Kauczor (vorne) den 9. Rekener 24-Stunden-Lauf mit insgesamt 1.400 Teilnehmern.

Regina Peters, die ständige Begleiterin und mit 95 Jahren älteste Teilnehmerin des Spendenlaufes, macht sich auf ihre obligatorische Runde - beobachtet von Rainer Kauczor (Mitte) sowie den Rückwärtsläufer-Weltrekordlern Markus Jürgens (l.) und Jenny Wehmschulte (r.)

Besser hätten die Voraussetzungen für die „24 Stunden von Reken“ nicht sein können, die mittlerweile wie ein Magnet auf die Ausdauersportler der näheren und weiteren Umgebung wirken und sich zu einem der größten Spendenläufe in NRW entwickelt haben. Angenehmes spätsommerliches Wetter mit nur ganz wenigen Tropfen Regen. Dazu die Schalke 04-Ikone und Fußball-Weltmeister Olaf Thon, der sich an dem weit über Reken hinaus bekannten Laufevent wie in jedem Jahr beteiligt hat und ebenso wie die Deutsche Schwimm-Meisterin Jessica Steiger um den Gevelsberg gekreist ist. Nicht unerwähnt bleiben darf darüber hinaus, dass Regina Peters - die ständige und mit 95 Jahren älteste Teilnehmerin an der Aktion - mit Hilfe ihres Rollators und zeitweise in Begleitung des Rekener Bürgermeisters Manuel Deitert auch dieses Mal wieder ihre obligatorische Runde geschafft hat. Unglaublich!

Egal ob jung oder alt, ob mit oder ohne Behinderung - alle machen mit bei den „24 Stunden von Reken“.

Seit der Gründung im Jahr 2011 unterstützt Fußball-Weltmeister und Schalke-Ikone Olaf Thon - hier mit einem der vielen jungen Ausdauerläufer - den Benefizlauf durch seine aktive Teilnahme.

Eine Superleistung vollbrachte schließlich der Retrorunning-Weltrekordler Markus Jürgens. Geleitet durch seine ebenso starke Partnerin Jenny Wehmschulte schaffte der Champion am Freitag wie am Samstag je einen 42-km-Marathon im Rückwärtsgang, honoriert mit 50 Euro je Kilometer durch die Firmen Ha-Ra GmbH (Saarland) und Ha-Ra Lippe-Ruhr (Bahnhof Reken). Damit brachte allein dieses ungewöhnliche Duo 4.200 Euro auf das Spendenkonto. Einen erheblichen Beitrag zum großen Erfolg liefert aber auch die familiäre Atmosphäre, wie die Lehrerin Regina Luerweg bekundet, die mit 20 Kindern der Antoniusschule Dorsten und deren Familien angereist ist: „Die Leute hier sind nett, freundlich und hilfsbereit. Es geht sehr familiär zu, und außerdem ist die Strecke wirklich schön. Für unsere Kinder ist es ein Erlebnis, mit ihrem Laufeinsatz anderen Kindern helfen zu können.“

Das Fazit: mit Spaß an der Bewegung wurden 10.200 Runden zurückgelegt, von Sponsoren mit einem fixen Betrag je Runde honoriert. Zuzüglich weiterer Spenden wird unter dem Strich eine beträchtliche fünfstellige Summe für die ambulanten Kinder-Hospizdienste Recklinghausen, Gladbeck und Haltern heraus kommen, wenn alle Geldeingänge im Laufe der nächsten Tage abschließend registriert sind. Zusammengerechnet über 200.000 Euros erbrachten die acht bisherigen Veranstaltungen von 2011 bis 2018. Möglich, dass mit dem 9. Rekener 24-Stunden-Lauf jetzt sogar die 250.000-Euro-Schallmauer in Reihweite kommt! Sicher ist übrigens, dass es auch in zwölf Monaten wieder einen Rekener 24-Stunden-Spendelauf geben wird, wie Rainer Kauczor zum Ausklang der Veranstaltung mitteilt: „Zum 10-jährigen Jubiläum werden wir uns dann etwas Besonderes einfallen lassen!“ (hh)