13.01.2020

»Usse Reken, do bün ick te Hues«

Schon vor längerer Zeit hat der Heimatverein Reken damit begonnen, zu Beginn eines jeden Jahres ein Heimatfest zu veranstalten und das Brauchtum, vor allen Dingen aber die plattdeutsche Sprache in der Öffentlichkeit zu pflegen. Mittlerweile ist eine liebe Tradition daraus geworden. Auch dieses Mal ist das RekenForum bei freiem Eintritt mit mehr als 300 Zuschauern bis auf den letzten Platz gefüllt. Alle fiebern dem Programm schon weit vor Beginn der Veranstaltung entgegen - wer einen Sitzplatz ergattern will, der muss sich rechtzeitig auf den Weg machen! Um Punkt 20 Uhr ist es endlich so weit. Vorhang auf und Bühne frei für ein zweistündiges Feuerwerk der guten Laune, vom Heimatvereins-Vorsitzenden Bernd Hensel mit viel Witz einmal mehr gekonnt moderiert.

Einer der Knaller des Heimatabends ist der „Rekener Radetzky-Marsch“, ein Frauentanz mit gaaaanz vielen Beinen.

Eingeleitet wird der Abend durch das aus vielen Kehlen auf Platt mitgesungene Heimatlied  „Usse Reken, do bün ick te Hues“, bevor Botterfienken Lene Bolle und Kiepenkerl Andreas Fraune „De olle un de neje Tied“ präsentieren. Danach tragen zwölf Jungen und Mädchen der Plattdeutsch AG der Michaelschule unter der Leitung von Mechtild Benson und Irmgard Hensel Anekdoten, Tanz und Gesang vor, wofür sie verdientermaßen reichlich Applaus kassieren. „Wenn man bedenkt, dass die Plattdeutsch AG schon seit Jahren besteht und wie toll die Kinder das heute gemacht haben, braucht es uns um den Fortbestand des Rekske Platt nicht bang zu sein“, bemerkt Bernd Hensel nach dem Auftritt der Jugend.

Die Zukunft des Rekske Platt ist gesichert: Einen tollen Auftritt liefert die Plattdeutsch AG der Michaelschule ab.

Das vom Frauenchor dargebotene „Dat Grote-Bohnen-Leed“ und ein von Angelika Blömen illustriertes „Bohnen-Essen“ mit den bekannten Folgen leiten über zu einem von Mirija Hensel, Britta Huvers, Aline Heine, Kerstin Lütkebohmert, Theresa Lütkebohmert, Silke Korte, Jacqueline Korte, Merle Huvers, Frieda Lütkebohmert, Petra Große Onnebrink, Nicole Hösl sowie Verena Bullitta inszenierten skurrilen „Rekener Radetzky-Marsch“. Paul, Andreas, Heinrich, Ludger, Klemens und Berthold Korte sorgen sodann neben Hermann Schoppen mit einer Litanei auf das Rekener Gemeindejubiläum für großes Gelächter.

Das Rekener Vorzeigeehepaar Thresken un Heini gibt einen Einblick in seine Bettgeschichten.

In der Folge bringen Aline Heine und Claas Wübbeling ein „Bauernfrühstück“ auf die Bühne, und das Rekener Vorzeigeehepaar Thresken un Heini alias Marita und Günter Thiehoff gibt einen Einblick in seine „Bettgeschichten“. Die durch Andreas Fraune ergänzten Maria Veener Heubachlerchen Anette Baumeister, Heike Bösing, Lene Bolle und Ulla Reimers zelebrieren den Sketch „Das Standesamt“, und Britta Huvers, Mirija Hensel, Guido Lütkebohmert, Carsten Hösl, Andreas Korte plus Claas Wübbeling laden alle Besucher in eine Erlebnisgastronomie ein.

Heinz Wüller (an der Gitarre) trägt mit allen Akteuren und der lautstarken Unterstützung des Publikums zum Abschied das Lied „In der Rekener Schweiz“ vor.

Den Abschluss des kurzweiligen Festes bestreiten sämtliche Darsteller*innen mit lautstarker Unterstützung durch die Zuschauer. Als großer Heimatchor singen alle zusammen die von Heinz Wüller geschriebene und vorgetragene Hymne „In der Rekener Schweiz“, deren Refrain „In de Rekschke Schweiz, do hölt man godd ut – In de Rekschke Schweiz, do bünn wi te Huus“ mehrmals durch die beste Stube der Gemeinde donnert. Nach einem dicken Dankeschön der Laientruppe und Standing-Ovations des Saales an den Moderator Bernd Hensel und einer Riesentombola mit hunderten attraktiver Preise lassen viele Rekener das stimmungsvolle Fest nach dem Fallen des Vorhangs in gemütlicher Runde ausklingen. (hh)