13.10.2017

»Sehr Gute Schule 2017«

Im Laufe des Jahres 2017 wurden in Vorbereitung des Landeskreditprogrammes "Gute Schule 2020" regelmäßig Gespräche mit den Schulleitungen zur Aufstellung eines Investitionsplans geführt. Hierbei wurde unmittelbarer Handlungsbedarf ermittelt. Insbesondere auf dem Schulhof der Elleringschule in Maria Veen ist eine Grundsanierung von Spielgeräten und Absturzsicherungen erforderlich. Ebenso ist es Elternwunsch und zeitgemäß, die vor einigen Jahren begonnene vorbildliche Versorgung mit Activeboards abzuschließen und endgültig alle Klassenräume konsequent mit dieser modernen Technik auszustatten.

Die Gemeinde Reken steht immer noch in Verhandlungen mit der Landesregierung zur Modifizierung des derzeitigen Kreditprogrammes "Gute Schule 2020" in ein Zuschussprogramm. Mit einer Anpassung ist jedoch in diesem Jahr nicht mehr zu rechnen. Darüber hinaus hat die Bundesregierung den zunächst für Ende 2017 angekündigten, fünf Milliarden Euro umfassenden Digitalpakt für Schulen, dessen Eckpunkte die Kultusminister der Länder bereits abgesteckt hatten, auf unbestimmte Zeit verschoben.

Da sich im laufenden Rekener Haushaltsjahr eine Verbesserung des Jahresergebnisses auf Grund einer Reduzierung der Kreisumlage abzeichnet, ergibt sich ein finanzieller Handlungsspielraum. Die Verwaltung schlägt daher vor, die angeführten Maßnahmen unabhängig vom Landeskreditprogramm "Gute Schule 2020" in das Jahr 2017 als separates gemeindliches Maßnahmenprogramm "Sehr Gute Schule 2017" vorzuziehen. Das Maßnahmenkonzept "Gute Schule 2020" mit einem Kreditanteil für die Gemeinde Reken in Höhe von 609.352 Euro wird in der Sitzung des Schul-, Jugend-, Kultur- und Sportausschusses am 5. Dezember beraten.

In Absprache mit den Grundschulen schlägt die Verwaltung vor, folgende Maßnahmen kurzfristig umzusetzen:

  1. Anschaffung Activeboards
    In den letzten Jahren wurden die Klassenräume in allen Rekener Schulen sukzessive mit modernen Activeboards ausgestattet. Lediglich sieben Klassenräume sind bisher noch nicht ausgestattet und arbeiten noch mit der klassischen Schultafel. Es sollen daher die fünf fehlenden Klassenräume an der Michaelschule und die beiden noch nicht ausgestatteten Klassenräume an der Antoniusschule ebenfalls mit Activeboards im Wert von insgesamt 38.500 Euro ausgerüstet werden.
  2. Umgestaltung Schulhof/Spielplatz Elleringschule
    Der Spielplatz auf dem Schulhof der Elleringschule hat derzeit nur sehr wenige Bewegungsspielgeräte und muss im Bereich des Fallschutzes dringend nachgebessert werden. Der Schulhof soll umgestaltet werden, um mehr aktive Bewegungsbereiche und Entfaltungsmöglichkeiten für die Kinder zu schaffen. Die Umgestaltung des Schulhofes wird sehr aufwendig, da zunächst umfangreiche Tiefbauarbeiten (Beseitigung alter Fundamente) durchzuführen sind. Um die kurzfristige Neugestaltung des Schulhofes mit den aktiven Spielbereichen zu ermöglichen und diesen entsprechend aufzuwerten, werden Haushaltsmittel in Höhe von circa 45.000 Euro (Sport- und Spielgeräte) zuzüglich 15.000 Euro (Erd- und Pflasterarbeiten) veranschlagt.
  3. Erweiterung Schulhof/Spielplatz Antoniusschule
    Die Antoniusschule zeichnet sich seit Jahren für Initiativen aus, Bewegung und Sport bei den Kindern zu fördern. So nimmt die Schule erfolgreich am Projekt "Gesunde Kinder in gesunden Kommunen" und beim Sportabzeichenwettbewerb des GemeindeSportVerbandes teil. Zur Unterstützung dieser Initiative, aber auch zur Attraktivitätssteigerung dieses zentralen Spielplatzes für den Ortsteil Klein Reken sowie für das neue Baugebiet "Frieding" ist eine Ergänzung des Spielplatzes mit einem weiteren Bewegungsspielgerät sinnvoll. Nach der ersten Schätzung betragen die Kosten für die Beschaffung und den Aufbau des Bewegungsspielgerätes inklusive Erdarbeiten rund 20.000 Euro.
  4. Attraktivitätssteigerung Schulhöfe/Spielplätze Michaelschule (Schule und OGS)
    Der Schulhof der Michaelschule und der heute von der Offenen Ganztagsschule (OGS)/Ferienhaus) genutzte ehemalige Schulhof der Overbergschule wird intensiv von Kindern für Ballspiele genutzt. Von Seiten der Grundschule wurde bereits mehrfach der Wunsch nach Abgrenzungen/Banden an die Gemeinde herangetragen. Zudem ist ein separater Sandkasten für die OGS erforderlich. Die geschätzten Kosten für die Einfassungen mit so genannten "DFB-Minispielfeldern (Bandensystem)" und die Herstellung des Sandkastens liegen zusammen bei etwa 30.000 Euro.
  5. EDV-Hardware für Datensicherung der Schulserver
    Durch den Ausbau der technischen Infrastruktur und den Glasfaserausbau soll die Datensicherung der Schulserver im Rathaus zentral aufgesetzt werden. Die voraussichtlichen Kosten für die Server und deren Anbindung betragen rund 5.000 Euro.
  6. Office-Lizenzen für Activeboards in den Schulen und im Computerraum
    Die Activeboards in den Schulen und die Rechner im Computerraum an der Sekundarschule Hohe Mark sind bisher nicht mit Office-Lizenzen ausgestattet. Um für den Informatikunterricht und die EDV-Weiterbildungskurse des Rekener Bildungszentrums, die in den Computerräumen angeboten werden, optimale Voraussetzungen zu schaffen, sollen die Activeboards mit Office-Lizenzen ausgerüstet werden. Die voraussichtlichen Kosten für die Lizenzen betragen 7.000 Euro.

Alle aufgeführten Maßnahmen sind im Haushaltsplan für das Jahr 2017 bisher nicht veranschlagt und müssen überplanmäßig bereitgestellt werden. Eine Deckung ist möglich über eingesparte Haushaltsmittel beim Untersachkonto 90000.83200 (Kreisumlage). Der Kreistag des Kreises Borken hat in seiner Sitzung am 9. März einen um 1,70 Prozentpunkte niedrigeren Satz beschlossen als zunächst Ende 2016 geplant und bekannt gemacht war. Durch die Reduzierung des Kreisumlagesatzes wird eine Deckung der überplanmäßigen Ausgaben in Höhe von 160.500 Euro ermöglicht.

Die Mitglieder des Haupt- und Finanzausschusses haben dem Gemeinderat in der Sitzung vom 12. Oktober ohne Gegenstimme folgenden Beschlussvorschlag unterbreitet:
Der Gemeinderat beschließt die Umsetzung des gemeindlichen Maßnahmenpaketes "Sehr Gute Schule 2017" für die Rekener Schulen und die überplanmäßige Mittelbereitstellung in Höhe von 160.500 Euro. Die Deckung der überplanmäßigen Ausgabe erfolgt durch das Untersachkonto 90000.83200 "Kreisumlage". Die Verwaltung wird beauftragt, entsprechende Aufträge zu erteilen. (bv/hh)