13.10.2019

»Ozapft is!«

Der Funke muss wohl aus den Regionen südlich der Mainlinie ins Münsterland übergesprungen sein. Ob das stimmt? Keiner weiß es zu einhundert Prozent. Ganz sicher nachweisen lässt sich aber, dass die Rekener Bürgerinnen und Bürger besonders heftig von der herbstlichen Feierwelle in weiß-blau erwischt worden sind. So war es schon in den voraufgegangenen Jahren, und so ist es auch dieses Mal wieder beim sechsten Bajuwaren-Festival der MarketingGemeinschaft. 1.700 Besucher füllen das Festzelt auf der Theresienwiese - pardon, auf der Schützenfestwiese - unterhalb der Windmühle! Die Madln toll aufgemacht und wunderschön anzusehen in feschen Dirndln und, die Buam eher rustikal in Krachledernen mit zumeist karierten Holzfällerhemden.

„Ozapft is“, rufen Klaudia Storzer, die Vorsitzende der MarketingGemeinschaft, und Bürgermeister Manuel Deitert den 1.700 Besuchern des Oktoberfestes nach einem gelungenen Fassanstich zu.

Bei Brezen, Hendln und vielen Mass Gerstensaft glüht die Feiergemeinde zunächst über zwei Stunden mit Hochdruck vor, von einem DJ ohne jegliches Problem in den Dauerschunkelmodus versetzt. Nach dem obligatorischen Fassanstich, den Bürgermeister Manuel Deitert gekonnt mit nur zwei Schlägen ausführt, geht die Post dann aber erst so richtig ab. „In Reken steht ein Hofbräuzelt, oans, zwoa, g’suffa“ schallt es durch die Reihen. Natürlich sitzt keiner mehr. Längst haben die von der Partyband „Himmeltaler“ angefeuerten Besucher die Lufthoheit im Zelt erobert, stehen, tanzen und singen bis spät in die Nacht hinein auf den schwankenden Bänken oder toben sich auf der Tanzfläche aus.

1.700 Besucher sorgen für eine Riesenstimmung beim sechsten, von der Rekener MarketingGemeinschaft veranstalteten Oktoberfest.

Michael Bröckerhoff aus Gelsenkirchen, zusammen mit Freundin Melli und einigen Rekener Freunden zum Oktoberfest gekommen, hat dazu den passenden Spruch auf Lager: „Das ist hier ja eine Wahnsinnsstimmung. Fast wie bei uns auf Schalke!“ Bereits wenigen Stunden nach der Maxi-Fete geht es im Bayern-Rhythmus weiter - nach der Premiere in 2018 schließt sich auch dieses Mal wieder ein sonntäglicher Frühschoppen an. Mit typisch bayrischem Essen und Gerstensaft natürlich und mit flotten Tönen durch 30 Blasmusiker*innen aus Reken, Lembeck und Wulfen, die unter dem Namen „Schmitz Katzen“ aufspielen. Für alle, die in der Nacht zuvor noch nicht genug bekommen haben, ist das offensichtlich der richtige Nachtisch! (hh)

Bis tief in die Nacht hinein herrscht pausenlos großer Andrang auf der Tanzfläche vor der Partyband „Himmeltaler“.

Ist das nicht Cordula Grün? Na klar, sie ist es. Cordula kam mit den Himmeltalern nach Reken, um ihren Superhit einmal persönlich zu singen.

Der Spass und das Feiern stehen im Mittelpunkt des Rekener Bajuwaren-Festivals, das auch bei der jüngeren Generation sehr beliebt ist.