08.09.2018

»Offenes Ohr, Helfende Hand«

„Offenes Ohr, Helfende Hand" – unter diesem Motto steht das ehrenamtliche Projekt „Netzwerk kleiner Hilfen". Ziel dieser gemeinsam von den Rekener Kirchengemeinden, dem Benediktushof Maria Veen, dem Verein Leben im Alter und der Caritas initiierten und vom Ehrenamtsbüro BuVO sowie von Menschen für Reken unterstützten Aktion auf Gemeindeebene ist es, eine erweiterte Nachbarschaftshilfe für Menschen in Not und Menschen mit Behinderung ins Leben zu rufen. Zur Auftaktveranstaltung am ersten September-Donnerstag im Pfarrzentrum St. Elisabeth in Bahnhof Reken konnten Diakon Heinz Wolf und der Ehrenamtsbüro-Mitarbeiter Christoph Hartkamp 28 Personen begrüßen, die ihr Interesse an einem solchen Kreis für gelegentliche niederschwellige Hilfen bekundeten und sich durch viele konstruktive Vorschläge an den Diskussionen beteiligten.

Nachdem Christoph Hartkamp die hinter dem Projekt steckenden Ideen und Absichten vorgestellt hatte, notierten die Anwesenden mögliche Hilfssituationen. Zum Beispiel könnten alleinstehende und kranke Senioren, Rekonvaleszenten, Flüchtlinge und behinderte Mitbürger bei Freizeitaktivitäten, Behördengängen und Arztbesuchen, bei Fahrten zu Angehörigen oder Besorgungen unterstützt, deren Haustiere bei Krankenhausaufenthalten versorgt werden. „Alles, was gemacht wird, ist freiwillig, kann auch wieder beendet werden. Jeder Einzelne bestimmt die Zeit plus die Dauer seines unbürokratischen Helfens", sagt Christoph Hartkamp und ergänzt: „Sie sind nicht alleine, wir stehen ihnen zur Seite und bringen Hilfesuchende und Helfer zusammen. Außerdem passen wir auf, dass sich niemand durch seine ehrenamtliche Tätigkeit überfordert."

Zum Ausklang der Veranstaltung trug sich die Hälfte der Gäste mit Kontaktdaten in Helferlisten ein, und einige weitere bekundeten ihr vorhandenes Interesse. „All diese Personen werden von uns angesprochen und zu einem Gesprächstermin gebeten. Dabei klären wir dann, welche Hilfen zu welchen Zeiten in Frage kommen und welche Menschen in Notlagen die Freiwilligen betreuen können", erläutert Hartkamp die weitere Vorgehensweise und weist darauf hin, dass sich selbstverständlich auch diejenigen Bürgerinnen und Bürger noch melden könnten, die nicht beim Infoabend dabei waren. Erste Kontaktstelle ist das Ehrenamtsbüro BuVO im Vereins- und Bildungszentrum, geöffnet dienstags von 9 bis 12 Uhr und donnerstags von 14 bis 18 Uhr. Termine nach Vereinbarung und weitere Infos sind auch telefonisch unter der Nummer 02864/944366 oder per Email (buvo@reken.de) erhältlich. (hh)

Sie helfen gerne und möchten etwas für andere und damit auch für das eigene Wohlbefinden tun? Christoph Hartkamp (r.) vom Rekener Ehrenamtsbüro BuVO erläutert, wie man sich bei Projekt „Offenes Ohr - Helfende Hand" einbringen kann.