»Von Klein Reken nach Paris«

Gemeinsam mit Vertretern der Bahn und des Zweckverbandes Nahverkehr Westfalen-Lippe eröffnen der NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst (3.v.r.) und Bürgermeister Manuel Deitert (r.) den neuen Klein Rekener Haltepunkt.

„Wenn man möchte, kann man ab heute vom Mühlenweg aus mit der Bahn in die weite Welt fahren, zum Beispiel in fünfeinhalb Stunden nach Paris, muss dabei nur ein einziges Mal in Essen umsteigen. Abfahrt 14.33 Uhr, Ankunft 20.05 Uhr. Der 3. Advent 2019 ist ein zukunftsträchtiger Tag für Klein Reken, möglich geworden durch die gemeinsam mit Coesfeld und Dorsten erfolgreich durchgeführte BahnLandLust-Aktion!“ Bei seiner Rede vor Vertretern von Bund und Land, der Bahn sowie vor Vertretern der Rekener Verwaltungsspitze, der Ratsfraktionen und diverser Vereine brachte es Bürgermeister Manuel Deitert auf den Punkt.

Zum Fahrplanwechsel am 3. Advent ist es endlich so weit: Die Bahn hält in Klein Reken!

Zuvor hatte er den neuen RB 45-Haltepunkt zusammen mit dem NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst, Werner  J. Lübbering (DB), Maria Hackmann (NWL) und Michael Jansen (DB) feierlich in Betrieb genommen. Nach der vielfach fotografierten und gefilmten symbolischen Durchtrennung eines roten Bandes auf dem neuen Klein Rekener Bahnsteig betonte Verkehrsminister Wüst während des anschließenden Festaktes der Deutschen Bahn im Forum der Antoniusschule, das Deutschland wieder zu einem „Bahnland“ mit deutlich verbesserter Mobilitäts-Infrastruktur gemacht werden müsse.

Minister Hendrik Wüst hat sich in das Goldene Buch der Gemeinde Reken eingetragen.

Der 1,5 Millionen teure Haltepunkt in Klein Reken sei ein Mosaiksteinchen auf dem Weg in diese Richtung. Die Vertreter der DB wiesen in ihren Ansprachen neben der Inbetriebnahme des dritten Rekener „Bahnhofes“ zum Fahrplanwechsel auf den Abschluss zweier weiterer Modernisierungsmaßnahmen in der Gemeinde hin. Weitere drei Millionen Euro seien investiert worden in einen neuen Mittalbahnsteig und einen barrierefreien Zugang zum P&R-Parkplatz in Reken Bahnhof sowie in einen ebenfalls barrierefrei zu erreichenden Bahnsteig in Maria Veen. (hh)

Bürgermeister Manuel Deitert: „Mit drei Haltestellen auf dem Gemeindegebiet hat Reken schon so etwas wie eine kleine S-Bahn!“

ZITATE:

  • Hendrik Wüst, Verkehrsminister des Landes NRW:
    „Wenn mehr Menschen auf Bus und Bahn umsteigen sollen, brauchen wir ein besseres Angebot. Dafür brauchen wir dichtere Taktzeiten in den Ballungsräumen und mehr Anschlüsse an die Schiene im ländlichen Raum. Deshalb sind uns Projekte wie die heutige Inbetriebnahme des Bahnhofs Klein Reken so wichtig.“
  • Manuel Deitert, Bürgermeister der Gemeinde Reken:
    „Der neue Haltepunkt in Klein Reken ist ein wichtiger Baustein zur Ortsteilentwicklung. Künftig kann man ohne Umstieg bis Essen und Coesfeld fahren – ein toller Mehrwert für unsere Bürger!"
  • Maria Hackmann, Abteilungsleiterin Infrastruktur beim Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL):
    „Die Strecke Coesfeld – Dorsten wird mit dem neuen Haltepunkt in Reken-Klein Reken, der Modernisierung der weiteren münsterländischen Stationen und der neuen Stellwerkstechnik für ein zukunftsorientiertes barrierefreies Mobilitätsangebot neu aufgestellt. Direkte Verbindungen ins Ruhrgebiet und die Einbindung in den Knoten Coesfeld mit Verbindungen nach Münster, Enschede und Dortmund bieten ein attraktives Angebot ohne Zugangsbarrieren.“
  • Werner Lübberink, Konzernbevollmächtigter der DB für das Land NRW:
    „Wir schaffen Kapazität für einen attraktiven Zugverkehr. Drei neue Bahnhöfe gehen an diesem Wochenende in NRW an den Start: In Klein Reken, Kierspe und Halver-Oberbrügge. Damit schaffen wir ein attraktives Angebot, vom Auto in den Zug umzusteigen."
  • Michael Jansen, Bahnhofsmanager der DB für den Raum Münster:
    „Eine neue Station im Bahnhofsmanagement ist immer etwas Besonderes. Reisende haben im Münsterland nun mehr Anschlussmöglichkeiten. Davon profitiert jeder Bahnfahrer – nicht nur hier in Reken.” (pi/hh)