26 Einsätze in 24 Stunden

25 Mitglieder der Rekener Jugendfeuerwehr und 12 rettende Mitglieder des 35-köpfigen Rekener Jugendrotkreuzes im Alter zwischen 12 und 17 Jahren rücken mit ihren rund 40 Leitern und Betreuern am Samstag, 12. Oktober um 8 Uhr in der Früh in das Gerätehaus Klein Reken zum Rettungswachen-Wochenende respektive zum Berufsfeuerwehrtag ein. Gemeinsam absolvieren sie bereits zum fünften Mal eine im 2-Jahres-Rhythmus stattfindende Übung über 24 Stunden, schnuppern ganz realistisch in den Dienst eines Feuerwehrmannes und eines Rettungssanitäters hinein. Zunächst wird im großen Kreis ein Zeitplan inklusive Fahrzeugeinteilung erstellt, wie er ähnlich auch bei den erwachsenen Vorbildern gestaltet sein könnte.

Nach einem schweren Verkehrsunfall an der Wehrstraße retten Jugendrotkreuz und Jugendfeuerwehr eingeklemmte und schwer verletzte Personen aus ihren Fahrzeugen.

Bevor der normale Tagesablauf mit Unterrichten, praktischen Unterweisungen und der Fahrzeug- und Gerätepflege beginnen kann, kommt plötzlich eine Brandalarmierung dazwischen. In Windeseile ziehen die bis in die Haarspitzen motivierten Jugendlichen ihre Einsatzschutzkleidung an, besetzen die Fahrzeuge und rücken mit viel Adrenalin zum ersten simulierten Einsatzort nach Hülsten aus. Im Munitionsdepot ist es zu einem schweren Unglück mit Feuer und Explosionen gekommen. Außerdem müssen schwer verletzte Personen, täuschend echt dargestellt durch DRK-Nortfallschauspieler, in den verräucherten Gebäuden gesucht, gerettet und sofort ersthilfemäßig versorgt werden.

Noch an Ort und Stelle werden die Verletzten ersthilfemäßig versorgt.

Solche Alarmierungen wiederholen sich im Laufe des Tages und der Nacht insgesamt 26-mal. Es geht  zu realitätsnahen Einsätzen in der ganzen Gemeinde, unter anderem in die Halle des Reit- und Fahrvereins, auf den K+K-Parkplatz an der Dorstener Straße, ins Oktoberfestzelt, auf den Sportplatz Hülsten und zu einem gestellten Autounfall mit eingeklemmten Personen auf dem Parkplatz an der Wehrstraße. Am Sonntag um 9 Uhr haben die jungen Leute ihren ereignisreichen 24-Stunden-Dienst dann hinter sich gebracht. Nach einer Abschlussbesprechung geht es nach Hause, geschafft und müde, aber auch glücklich über die erbrachte Leistung. Das gilt auch für die Helferinnen und Helfer der DRK-Ortsvereine aus Borken, Stadtlohn, Isselburg, Heek und Raesfeld, die sich gerne mit in das Wochenende eingebracht haben.

„Insgeheim habe ich eigentlich mit mehr Komplikationen gerechnet. Alle haben in den unterschiedlichsten Situationen aber gezeigt, was sie in den wöchentlichen Unterrichten alles gelernt haben und wie routiniert sie schon sind. Wir können stolz sein auf den Rotkreuz- und Feuerwehrnachwuchs hier in der Gemeinde Reken“, stellt Stefan Niewerth fest, der Gründer des örtlichen Jugendrotkreuzes und heutige Rekener Rotkreuzleiter. Christian Fiedler, Jugendfeuerwehrwart der Freiwilligen Feuerwehr Reken, kann das Resümee seines DRK-Kollegen nur bestätigen: „Um den Nachwuchs muss uns nicht bange sein. Unsere Jugendlichen haben sich prächtig geschlagen und vieles richtig gemacht. Durch solche realistischen Übungen werden die Mädchen und Jungs ganz intensiv darauf vorbereitet, demnächst aktiv als Feuerwehrleute oder Rettungs- und Notfallsanitäter in der Gemeinde tätig sein zu können!“ (hh)