Kindergartenbedarfsplanung: Stabile Zahlen auf hohem Niveau

Vor den Damen und Herren des Schul-, Inklusions-, Sozial-, Integrations-, Familien- und Kulturausschusses (SISIFamKu) der Gemeinde Reken gab Stefan Nienhaus am 1. Dezember einen Sachstandsbericht in Form einer PowerPoint-Präsentation zur Kindergartenbedarfsplanung in der Gemeinde Reken. „Zu den vordringlichsten Zukunftsaufgaben der heutigen Gesellschaft mit zumeist berufstätigen Vätern wie Müttern gehört eine gute Betreuung inklusive einer frühen Förderung des Nachwuchses. Dieser Aufgabe ist die Gemeinde Reken stets gerecht geworden, obwohl der Platzbedarf seit dem Kitajahr 2018/19 (565 Kinder) bis zum kommenden Kitajahr 2021/22 um 156 Kinder oder 30 Prozent angestiegen ist. Bislang konnten alle angemeldeten Kinder immer wohnortsnah versorgt werden, und so wird es auch bleiben“, berichtet der detailliert vortragende Hauptamtsleiter.

Zur Ermittlung der Betreuungsbedarfe, so der Referent, sei die Erstellung einer Kindergartenbedarfsplanung erforderlich, die kein Buch mit sieben Siegeln, aber schon so etwas wie eine kleine Wundertüte ist. Schließlich seien die Geburtenzahlen volatil und ebenso schwer zu taxieren wie die Anzahl von zuziehenden Familien mit kleinen Kindern. Auch die Entscheidung der Eltern zu einer wöchentlichen Betreuungszeit von entweder 25, 35 odermaximal 45 Stunden stehe in den Sternen. Trotz aller Ungewissheiten hätten das Borkener Kreisjugendamt, die Gemeinde Reken und die Träger den großen Kraftakt immer bewältigt und positiv gestaltet, berichtet Nienhaus, der außerdem darauf hinweist, dass die Anmeldezahlen laut den Prognosen des Kreisjugendamtes in den nächsten fünf Jahren nicht mehr ansteigen, sich vielmehr relativ gleichförmig auf hohem Niveau einpendeln werden.

Zur Entwicklung der Bedarfe in den einzelnen Rekener Sozialräumen ist zu sagen, dass die Kinderzahlen in Groß Reken von 2018/19 bis 2021/22 von 236 auf 298 um 62 Kinder gestiegen sind, in Bahnhof/Klein Reken von 184 auf 236 um 52 Kinder und in Maria Veen/Hülsten von 86 auf 123 um 37 Kinder. Dazu erläutert Bürgermeister Manuel Deitert: „Diese enorme Steigerung an Kitaplätzen war und ist nur zu realisieren durch den Neubau der Kita am Freibad, durch die Eröffnung eines Kindergartens im früheren Jägerhof sowie von Mischis Traumland im IDPM und durch die Umsetzung von zusätzlichen Angeboten in den bestehenden Kitas und deren Dependancen, aber auch durch den bevorstehenden Neubau einer Maria Veener 5-Grupen-Kita auf einem St. Heinrich-Grundstück direkt vor der St. Marien Kirche, deren Inbetriebnahme für den Sommer 2022 vorgesehen ist. Alles in allem sind dann 179 neue Plätze in Reken geschaffen worden, was für die kommenden Jahr erst einmal reichen sollte.“ (hh)

DRK-Kita "Henrys Abenteuerland" bezog im August 2020 den neuen Standort am Frei- und Hallenbad