Ehrenamt und Steuern - Vorteile nutzen und Probleme vermeiden

Im Rahmen der Steuererklärung können ehrenamtlich Tätige unter bestimmten Bedingungen die Ehrenamtspauschale (auch genannt: „Pauschalierte Aufwandsentschädigung“)  in Anspruch nehmen, ebenso die Übungsleiterpauschale.

  • Ehrenamtspauschale
    Ehrenamtlich tätige Menschen dürfen als Entschädigung für freiwillig geleistete Arbeit pro Jahr 720 Euro steuerfrei einnehmen. Sozialversicherungsbeiträge müssen darauf ebenfalls nicht gezahlt werden. Selbstverständlich dürfen sie auch mehr für ihre ehrenamtliche Arbeit verdienen. Allerdings werden für alle Einnahmen aus ehrenamtlicher Tätigkeit, die über 720 Euro liegen, Steuern und Sozialabgaben fällig.  Der Steuerfreibetrag von 720 Euro wird als Ehrenamtspauschale bezeichnet.
    Ausführlichere Informationen finden Sie hier: Ehrenamtspauschale

  • Übungsleiterpauschale
    Grundsätzlich sind alle Einnahmen einkommen steuerpflichtig. Von der Steuer ausgenommen, ist in einem bestimmten Umfang die Übungsleiterpauschale.  Bis zu 2400 Euro im Jahr können Übungsleiter verdienen, ohne dass dafür Steuern oder Sozialabgaben fällig werden. Übungsleiter sind z.B. Trainer im Sportverein, Chorleiter im Gesangsverein, Ausbilder bei der freiwilligen Feuerwehr oder Kursleiter in der Volkshochschule. § 3 Nr. 26 EStG sieht vor, dass für die sogenannte Übungsleiterpauschale eine Steuerbefreiung von Einnahmen bis zu einem Betrag von jährlich 2400 Euro gegeben ist (Stand 2017). Von dieser Steuerbefreiung werden alle Einnahmen erfasst, also Aufwandsentschädigungen und auch Entlohnung in Geld.
    Ausführlichere Informationen zu diesem Thema finden Sie hier: Übungsleiterpauschale

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