Brückenschule mit Courage - ohne Rassismus

Ist es besser, in einer Welt mit Menschenrechten für alle zu leben oder in einer, in der es darauf ankommt, welche Hautfarbe, wie viel Geld und welche sexuelle Identität man hat und ob man behindert ist oder nicht? Zu den über 2 Millionen Schülerinnen und Schülern an bundesweit knapp 4.000 Schulen, die sich für die Gleichwertigkeit aller Menschen und gegen jede Form von Diskriminierung unter dem Dach des Netzwerks „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ entschieden haben, gehören jetzt auch die Kinder und Jugendlichen der Brückenschule. In Anwesenheit der kompletten Schulgemeinschaft überreichte Norbert Lüttmann als Regionalkoordinator des Borkener Integrationszentrums die entsprechende Urkunde und das Siegel des Trägervereins Aktion Courage e.V. am dritten März-Freitag an die Schulleiterin.


Die komplette Schulgemeinschaft ist bei der Aufnahme der Brückenschule in das Netzwerk "Schule mit Courage - Schule ohne Rassismus“ dabei.


Dazu erläuterte die Rektorin Dr. Britta Demes zum Einstieg in die Veranstaltung, die coronabedingt über einen längeren Zeitraum verschoben werden musste und nun passenderweise zum Zeitpunkt der Internationalen Wochen gegen Rassismus über die Bühne ging: „Die ganze laufende Woche über fand das Projekt mit unseren Schülern und Lehrern statt, die komplett unter dem Thema ‚Schule mit Courage - Schule ohne Rassismus‘ stand und in der sich alle mit dem Schwerpunktthema ‚sexuelle Vielfalt‘ beschäftigten.“ Amelie Bieber und Louis Overkamp, die Sprecher der Brückenschule, gingen weiter ins Detail: „Die Bereiche Transgender, unterschiedliche sexuelle Orientierungen und Stop-Motion-Filme sowie das Coming-Out von prominenten Homosexuellen wurden bearbeitet. Zuguterletzt übte unsere Schulband das Lied ‚Regenbogenfarben‘ der Sängerin Kerstin Ott ein, das gleich für Stimmung sorgen wird.“


Norbert Lüttmann (l.), Regionalkoordinator des Borkener Integrationszentrums, überreicht die Anti-Rassismus-Urkunde und das Siegel des Trägervereins Aktion Courage e.V. an die Brückenschul-Leiterin Dr. Britta Demes (Mitte) und den Schulsozialarbeiter Tobias Grevelhörster (r.).


Einen bewegenden Anti-Rassismus-Beitrag trug der früher in Lette, aktuell in Berlin und Brüssel lebende Künstler Hugo Grimm zu der Zeremonie bei. Der durch viele Fernsehsendungen vom Tatort bis zu GZSZ, vom Traumschiff bis zur Akte X bekannte gewordene Schauspieler hat für die Maria Veener Einrichtung sehr gerne die Patenschaft für die Aktion „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ übernommen. „Ich habe ab dem Frühjahr 1999 meinen Zivildienst hier an der Förderschule abgeleistet und dabei sehr viel über Freude, Spaß, Menschlichkeit und Miteinander gelernt. Hätte ich anschließend keinen Platz an einer Schauspielschule bekommen, wäre ich wohl Sonderschullehrer geworden und gehörte heute möglicherweise dem Kollegium der Brückenschule an, vor der ich mich damals unter Tränen verabschiedet habe.“ (hh)

Als Pate der Brückenschule hält der bekannte Schauspieler Hugo Grimm (r.) eine beeindruckende Rede gegen Diskriminierung und Ausgrenzung.