Marian Strobel ist Notfallsanitäter

Marian Strobel ist der erste junge Mann, der in der Rettungswache Reken zum Notfallsanitäter ausgebildet worden ist. Nach dem Abitur hat er zunächst den Beruf eines staatlich geprüften Biologisch-technischen Assistenten erlernt, dann aber schnell gemerkt, dass ihm eine helfende Tätigkeit viel mehr liegen würde. Am 1. September 2017 wurde der Halterner nach erfolgreicher Bewerbung von der Gemeinde Reken dann als Azubi in der Rettungswache eingestellt, die zuvor vom Kreis Borken, dem Träger und finanziellen Ausstatter des Rettungsdienstes, die Anerkennung zur Lehrrettungswache erhalten hatte. Nach dreijähriger Praxisanleitung in Reken und regelmäßig eingeschobenen Theorieblöcken in der Feuer- und Rettungsdienstakademie Bocholt hat der 24-jährige jetzt seine Prüfung zum Notfallsanitäter mit der ausgezeichneten Durchschnittsnote von 1,6 bestanden.

Marian Strobel (r.), der vor kurzem seine Prüfung zum Notfallsanitäter mit Bravour bestanden hat, wünscht den beiden neuen Azubis Sophia Schlottbohm (l.) und Daniel Sindermann (Mitte) alles Gute für ihre Lehrzeit.

„Wir sind stolz auf deine Leistung. Du hast für unsere Rettungswache große Ehre eingelegt“, sagte Bürgermeister Manuel Deitert dem jungen Mann im Rahmen einer kleinen Feierstunde, dem er einen festen Arbeitsvertrag als Notfallsanitäter vorlegte. Diesen Vertrag unterschrieb Marian Strobel umgehend an Ort und Stelle und bemerkte: „Ich freue mich, in Reken weiterarbeiten zu dürfen, bedanke mich bei der Gemeinde für das Vertrauen und bei meinen Praxisausbildern und Teamkollegen der Rettungswache für die Unterstützung während meiner Lehrzeit.“ Wachleiter Georg Holthausen und Jörg Wiesmann, einer von vier Praxisanleitern, gaben den Dank zurück und würdigten den Einsatz von Marian: „Es hat Spass gemacht, dich begleiten zu dürfen und mit dir einen sehr gut ausgebildeten neuen Kollegen bekommen zu haben.“

Bürgermeister Manuel Deitert (2.v.r.) und Hauptamtsleiter Stefan Nienhaus (r.) gratulieren Marian Strobel (3.v.r.) zum glänzenden Abschluss seiner Ausbildung. Gleichzeitig begrüßen sie neben dem Rettungswachen-Leiter Georg Holthausen (l.) und dem Praxisausbilder Jörg Wiesmann (2.v.l.) die beiden neuen Notfallsanitäter-Azubis Sophia Schlottbohm (3.v.l.) und Daniel Sindermann (4.v.l.).

Mit in der Gratulationsrunde befanden sich die Rekenerin Sophia Schlottbohm (19) und der Rekener Daniel Sindermann (23), die seit rund drei Monaten als Rettungssanitäter in der Rekener Wache beschäftigt sind und beide am 1. September eine Ausbildung zum Notfallsanitäter begonnen haben. Dazu erläuterte Bürgermeister Deitert: „Unsere Rettungswache platzt so langsam aus allen Nähten, weshalb wir zusammen mit dem Kreis Borken über einen Neubau an einem anderen Standort nachdenken. Waren es früher stets maximal acht Mitarbeiter in der Wache, so sind es jetzt bereits zehn plus aktuell vier Azubis.“

Marian Strobel unterschreibt einen festen Arbeitsvertrag als Notfallsanitäter in der Rekener Rettungswache.

Hauptamtsleiter Stefan Nienhaus schließlich skizzierte den Mehrwert, der sich aus dem neuen Berufsbild des Notfallsanitäters anstelle des früheren Rettungsassistenten ergibt: „Die Vorteile für die Bürgerinnen und Bürger im Fall einer Notfallversorgung, gerade im ländlichen Raum wie in der Gemeinde Reken, liegen auf der Hand. Noch vor dem Eintreffen des Notarztes, der in der Regel aus Borken kommt und in den allermeisten Fällen später eintrifft als der lokale Rettungsdienst, können Notfallsanitäter/innen eigenverantwortlich die ersten präklinischen Maßnahmen bei lebensbedrohlichen Zuständen einleiten. Sie dürfen unter anderem Medikamente verabreichen, Spritzen setzen und Therapien zur Schmerz- und Blutdrucksenkung einleiten.“ (hh)