Adekunle Shiwoku hält Ortsteile sauber

In Reken wird die Integration von Asylbewerbern ganz real praktiziert, ist nicht nur in Absichtserklärungen dokumentiert. Nachdem an der Michaelschule, der OGS der Antoniusschule sowie der Sekundarschule Hohe Mark bereits seit einiger Zeit zwei Kräfte mit Migrationshintergrund für den besseren Zugang zu Kindern aus Flüchtlingsfamilien sorgen und zuvor der Algerier Abdelkader Maguechouche als Dolmetscher und Koordinator für die Verwaltung tätig war, hat mit Adekunle Shiwoku jetzt ein weiterer anerkannter Asylant eine Stelle bei der Gemeinde angetreten.

Der Rathaus-Hausmeister Ralf Wehking weist seinen Kollegen Adekunle Jelili Shiwoku (r.) in seinen neuen Job ein.

Der aus der nigerianischen Hautstadt Lagos stammende und seit 2018 in Reken lebende 40-jrährige ist ab sofort mit einem Fahrrad plus Anhänger und dem entsprechenden Werkzeug in allen Ortsteilen unterwegs, um für Sauberkeit und Ordnung zu sorgen, um Missstände wie beispielsweise herumliegenden Müll zu beseitigen und verdreckte Schilder oder Sitzbänke zu reinigen. „Adekunle hat uns bisher über anderthalb Jahre bei der Arbeit im Rathaus unterstützt. Er ist ein sehr netter, freundlicher und absolut zuverlässiger Mitarbeiter“, bemerkt Hausmeister Ralf Wehking, als er seinem Kollegen alle Utensilien für den neuen Aufgabenbereich aushändigt.

„Welchen zeitlichen Umfang die aus Landesmitteln für Integrationsarbeit geförderte Beschäftigung haben wird, steht noch nicht fest, muss sich aus der Praxis ergeben“, erläutert der 1. Beigeordnete Gottfried Uphoff und ergänzt: „Adekunle Shiwoku besucht nämlich weiterhin Deutschkurse und arbeitet nebenbei auch noch in einem Minijob in seinem Wohnort Maria Veen, was er unbedingt weitermachen soll.“ Der Nigerianer selbst ist sehr glücklich darüber, für die Gemeinde arbeiten zu dürfen: „Meine Aufgabe macht Spass, die Kollegen sind sehr nett zu mir und es gefällt mir sehr gut in Reken, wo ich gerne bleiben möchte.“ (hh)