Neue Gesichter in der Gemeindeverwaltung

Wer war an seinem allerersten Arbeitstag nach Abschluss der Schulzeit nicht ein wenig angespannt? Luisa Baufeld (19) aus Groß Reken jedenfalls ist schon etwas blass um die Nase, als sie am 3. August im Rathaus erscheint. Sie wurde aus einer Reihe von Bewerbern ausgesucht, um von der Gemeinde über drei Jahre zur Verwaltungsfachangestellten ausgebildet zu werden. Die verständliche Aufregung legt sich bei der Ersteinführung ganz schnell. Hauptamts- und Ausbildungsleiter Stefan Nienhaus begrüßt die neue Auszubildende in lockerem Ton, stellt sie in den Ämtern und Büros des Rathauses vor und schildert den vor ihr liegenden Weg durch die verschiedenen Abteilungen.

Bürgermeister Manuel Deitert (r.) begrüßt die Auszubildende Luisa Baufeld (Mitte) sowie den neuen EDV-Mitarbeiter Peter Schlottbohm (l.).

Luisa Baufeld, die von der Michael-Grundschule zur EvT-Realschule wechselte und danach ihr Fachabi am Borkener Berufskolleg gemacht hat, freut sich auf ihre Lehrzeit: „Zur Bewerbung bei der Gemeinde hat mir meine Freundin und frühere Schulkollegin Vanessa Regenit geraten, die nach der Realschule vor zwei Jahren ins Rathaus gewechselt ist. Ich freue mich darüber, die Ausbildung in meiner Heimat absolvieren zu können und starte jetzt erst einmal im Hauptamt.“ Luisa wird in den nächsten drei Jahren die klassische Verwaltungsausbildung durchlaufen, circa ein Vierteljahr in jedem Amt verbringen, Einblicke in alle Sparten des Gemeindewesens erhalten und am Blockunterricht in der Berufsschule Coesfeld sowie an dienstbegleitenden Unterweisungen der Verwaltungsschule Münster teilnehmen.

Ebenfalls am 3. August hat Peter Schlottbohm eine Stelle bei der Gemeindeverwaltung angetreten. Nach seinem Realschulabschluss an der EvT absolvierte der in Bahnhof Reken aufgewachsene und wohnhafte Neunzehnjährige eine vor kurzem erfolgreiche abgeschlossene Ausbildung zum Fachinformatiker Systemintegration im Borkener Autohaus Ebber, das ihn in den aktuellen Coronazeiten nicht übernommen hat. „Ich bin glücklich darüber, dass mich die Gemeinde Reken auf meine Bewerbung hin eingestellt hat und ich jetzt in der EDV des Rathauses mitarbeiten darf“, berichtet der junge Mann. Unter dem Oberbegriff „Digitalpakt Schulen“ wird er in der nächsten Zeit unter anderem an der Einrichtung von Tablets mitarbeiten und zum Thema „Digitalisierung bis 2022“ mit dem Aufbau von weiteren gemeindlichen Online-Diensten beschäftigt sein. (hh)