Baustart zum Dorfgemeinschaftshaus Klein Reken

Im letzten Oktober wurde vom Denkmalamt des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe abschließend festgestellt, dass das KoColores-Gebäude nicht die Kriterien eines Baudenkmals erfüllt. Wenige Tage später stimmte der Rat der Gemeinde Reken dem Konzept der Verwaltung zur Verwirklichung eines Dorfgemeinschaftshauses mit einer Holzfachwerk-Fassadenansicht an der Dorfstraße 1 im Ortsteil Klein Reken zu. Entschieden wurde auch, dass 1,23 Millionen Euro für den Neubau in den Haushaltsplan 2020 einzustellen sind. Als Zuschüsse sind Landesförderungen aus dem Programm "Dorferneuerung 2019" in Höhe von rund 280.000 Euro bewilligt worden.

Der Bau des Klein Rekener Dorfgemeinschaftshauses an der Dorfstraße 1 hat in diesen Tagen begonnen.

Bereits im April 2018 hatte die Gemeinde Reken das Gebäude mit dem Ziel erworben, auf dem dortigen zentralen Gelände ein Haus zu erbauen, das der Begegnung und dem sozialen Austausch und damit der Stärkung des bürgerschaftlichen Engagements dient. Nach dem Abriss des Altgebäudes ist in diesen Tagen der Baubeginn für den neuen Komplex erfolgt, und zwar zunächst mit dem Bau einer Betonstützmauer zu einem höher liegenden Nachbargrundstück. „Wir rechnen mit einer Bauzeit von etwa einem Jahr und der endgültigen Fertigstellung und Inbetriebnahme im Sommer 2021“, stellt der Rekener Bauamtsleiter Josef Wenning fest.

Eine Betonstützmauer zu einem höher liegenden Nachbargrundstück ist bereits fertiggestellt.

 
Das Dorfgemeinschaftshaus soll den örtlichen Vereinen und Verbänden sowie den Jugendgruppen als Aufenthalts- und als Kommunikationszentrum dienen, in dem gemeinsame Aktivitäten geplant, durchgeführt und reflektiert werden können. In dem Multifunktionsraum werden künftig Kurse des Rekener Bildungszentrums stattfinden können, und die Bücherei St. Antonius wird in den Neubau einziehen. Dazu wird das Haus auch Treffpunkt für die Klein Rekener Kirchengruppierungen sein.

So wird das Klein Rekener Dorfgemeinschaftshauses in Fachwerkoptik einmal aussehen.

 
Es ersetzt den derzeitigen provisorischen Pfarrsaal im ehemaligen Pfarrheim an der Dorfstraße, der mit dem Start ins neue Kitajahr 2020/21 ab August als zusätzlicher Gruppenraum für die Kindertagesstätte St. Antonius dient. Bis das Dorfgemeinschaftshaus mit integriertem Pfarrheim bezugsfertig sein wird, können die Klein Rekener Kirchengruppen das Pfarrzentrum in Bahnhof Reken nutzen. Ins Obergeschoss des Gebäudes sind schließlich noch drei separate Eigentumswohnungen integriert, deren Eingliederung im Rahmen der Gesamtbaumaßnahme sinnvoll ist und die sich positiv auf die Gesamtkosten des Projektes auswirkt. (hh)